Nachwuchs

„Freut euch, wir haben Chemie“


Eine Branche macht Schule: Jugend für MINT-Fächer, Wirtschaft und Sprachen begeistern

Kluger Nachwuchs ist begehrt. Die Chemie-Branche macht sich dafür stark. Wie bei Lanxess in Leverkusen. Der Spezialchemie-Konzern stattet Schulen aus, bietet Workshops und Projektwochen an und schickt seine besten Leute in den Unterricht. Sogar Personal-Chef Zhengrong Liu, weltweit für 15.500 Mitarbeiter verantwortlich, stellt sich vor die Klasse. „Ni Hao“ („Guten Morgen“) grüßt der Chinese freundlich.

Und wirbt für seine Sprache: „Lanxess ist auf den Märkten der Welt zu Hause“, erklärt er. „Dort gewinnt neben Englisch auch die chinesische Sprache zunehmend an Be­deutung!“ Da Chinesisch im Lehrplan selten vorkommt, unterstützt der Konzern Kurse im Gym­nasium.

Millionen in bessere Bildung investieren

Weitere Schwerpunkte sind Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, kurz MINT. Rund um die Standorte von Lanxess – von Brunsbüttel über Mannheim bis nach Leverkusen – erhalten Schulen Geld für Modernisierungen, Materialien, Laborgeräte, Kittel und die Multi­media-Ausstattung.

Gleichzeitig öffnet das Unternehmen seine Labore für Praktika. Die Wartelisten begeisterter Schüler sind lang: „Hey, wir haben Chemie, freut euch!“, bringt es Schüler Kevin Vollsen auf den Punkt. Seit 2008 hat der Konzern gut 2,5 Millionen Euro in seine Initiative investiert.

Auch der ehemalige Mutter-Konzern Bayer in Leverkusen hat ein Millionen-Engagement für Schulen gestartet, etwa mit der Bildungs-Stiftung „Bayer Science & Education Foundation“.

Und der Chemie-Riese BASF unterhält gleich fünf Schülerlabore am Standort Ludwigshafen für große und kleine Forscher.

Wenn es um die Jugend geht, zeigt sich auch der Fonds der Chemischen Industrie äußerst spendabel: Seit dem Start der „Schulpartnerschaft Chemie“ 2001 flossen 19,2 Millionen in die Bildung.

Pioniere der Schulpartnerschaften

„Exakt 2.593 Schulen profitierten bundesweit von dieser Förderung“, freut sich Fonds-Geschäftsführer Gerd Romanowski. Geräte und Chemikalien sollen den Unterricht interessant machen. So entwickelte die Goethe-Universität Frankfurt mithilfe des Fonds  Schüler-Experimente. „Wir können Fingerabdrücke sichtbar machen oder in der Mikrowelle Metall schmelzen“, verrät Lehrerin Katharina Arenz. Sie weiß: „Alle Kinder sind froh, wenn sie selber was machen dürfen.“

Zu den Pionieren der Schulpartnerschaften gehört  das Gesundheitsunternehmen Roche Diagnostics in Mannheim. Seit den 90er-Jahren holt man Schüler, Eltern und Lehrer durch „Kooperations-Verträge“ ins Boot. „Auf dem Weg in die berufliche Zukunft gibt es viele Hürden zu überwinden“, erklärt Personal-Chef Edgar Vieth das Engagement. „Wir wollen die jungen Menschen für die Zukunft stark machen!“

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