Ein Azubi erzählt

Freunde gaben Tipp für den Traumjob


Offenbach. Abdelfettah Bettioui ist ganz bei der Sache. Er bearbeitet ein Stück Metall mit der Feile. „Schon im Praktikum hat es mir Spaß gemacht, die Angaben von einer Zeichnung in die Tat umzusetzen“, sagt der 18-Jährige.

Anfang September hat er beim Automobilzulieferer GKN Driveline Deutschland in Offenbach eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer begonnen. „Freunde haben hier gelernt. Sie arbeiten nun in der Produktion und haben mich mit ihrer Begeisterung angesteckt“, so Bettioui.

Er ist einer von knapp 6.000 jungen Leuten, die in diesem Herbst in der hessischen Metall- und Elektro-Industrie ins Berufsleben starteten.

Die Branche beschäftigt rund 210.000 Mitarbeiter, die 2012 einen Umsatz von 58 Milliarden Euro erzielten. „Sie ist zudem die größte Ausbildungsindustrie in unserem Bundesland und bietet Nachwuchskräften sichere Arbeitsplätze, ein gutes Einkommen und viele Möglichkeiten zum Aufstieg“, betont Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Hessenmetall.

1.500 dual Studierende starten in Hessen

Allein bei GKN Driveline können 36 neue Azubis ihre Chancen nutzen, die meisten im gewerblich-technischen Bereich. Zwei wollen Kaufleute werden. Fünf haben sich für ein duales Studium entschieden, neben der Ausbildung belegen sie Maschinenbau an einer Berufsakademie. Insgesamt starten in Hessen diesmal 1.500 dual Studierende.

Daniel Neumann, einer der Studenten bei GKN: „Dabei erlernt man intensiv das komplette Programm von der klassischen Metallbearbeitung bis zum Erstellen von Computerprogrammen.“

Aus über 500 Bewerbungen haben Ausbildungsleiter Thomas Kratz und seine Kollegen bei GKN Driveline die Jugendlichen ausgewählt. Aber es wird schwieriger, die passenden Kandidaten zu finden. „Viele scheitern nach dem Prüfen der Bewerbungsunterlagen oder weil sie schon im Praktikum zu spät oder gar nicht kommen“, bedauert Kratz.

„Mehr Disziplin erleichtert es, den Traumjob zu finden“

Der Ausbildungsleiter zögert nicht, dafür eine klare Ursache zu nennen: „Mehr Disziplin aus der Schule und aus dem Elternhaus würden es manchem jungen Menschen erleichtern, den Traumjob zu finden.“

Doch wer eine Chance im Betrieb ergattert, packt es, so Kratz: „Jeder ist auf seine Art ein wertvoller Mensch, den wir fordern und fördern, und nach drei Jahren passt alles gut zusammen.“

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