Lernfabrik 4.0

Freudenberg setzt bei der Ausbildung jetzt auf Touch-Screen und Teamwork

„Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei“, sagt Rainer Kuntz, der das Bildungszentrum bei Freudenberg in Weinheim leitet. Jetzt entsteht vor Ort eine „Lernfabrik 4.0“, die Azubis auf die Zukunft vorbereitet.

Das macht Spaß: Rainer Kuntz (links) betreut die Ausbildung bei Freudenberg. Foto: Sandro

Das macht Spaß: Rainer Kuntz (links) betreut die Ausbildung bei Freudenberg. Foto: Sandro

Baubeginn: Im Herbst soll alles fertig sein. Foto: Werk

Baubeginn: Im Herbst soll alles fertig sein. Foto: Werk

Weinheim. Lerninseln mit großen Touchscreen-Monitoren, eine Mediathek: Das sind Elemente im neuen Ausbildungszentrum des Technologiekonzerns Freudenberg in Weinheim. „In einem modernen Unternehmen braucht man Teamarbeiter. Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei“, sagt Rainer Kuntz, Leiter des Bildungszentrums.

Rund 8 Millionen Euro investiert Freudenberg in den 2.600 Quadratmeter großen Bau, der im Herbst fertig wird. Hier geht es um mehr als um die klassische Ausbildung in 26 Berufen: Es geht um Daten, Vernetzung und Verantwortung.

Herzstück ist eine intelligente Produktionsanlage im Mini-Format, die „Lernfabrik 4.0“. Azubis aller Fachrichtungen sollen hier die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinaus an konkreten Aufgaben lernen.

Beispiel: Statt mit Übungsblechen zu hantieren, bauen die jungen Leute kleine Produkte, etwa einen Hubschrauber. Für das Ergebnis müssen sie geradestehen.„Jeweils einer der Azubis ist verantwortlich für die Qualität, die Arbeitssicherheit und den Zeitplan“, erklärt Kuntz. „Das hilft ihnen, zu lernen, wie man eigenständig handelt, Entscheidungen trifft und selber Lösungen findet.“

Mechatroniker brauchen IT-Wissen

Wozu müssen die Azubis das können? „In Zukunft wird eine sehr viel höhere Ausfallsicherheit als heute gefordert“, so Kuntz. Maschinen überwachen sich selbst und sorgen für einen optimalen Zustand der Anlage. Alle Prozesse von der Bestellung bis zum Vertrieb sind via Computer vernetzt.

„Hochqualifizierte Mitarbeiter müssen diese Abläufe steuern können. Ein Mechatroniker braucht also vertiefte IT-Kenntnisse.“


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