Ganz groß für die Kleinen

Freudenberg in Weinheim finanziert Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren

Kuckuck: Die Welt entdecken, das begeistert Mäxchen nicht nur zu Hause. Foto: Werk

Weinheim. Mäxchen ist vergnügt: Er krabbelt auf dem Tisch herum und schaut neugierig umher. Allerdings nicht zu Hause, sondern in der Kita der Freudenberg Gruppe im baden-württembergischen Weinheim: Hier wird der Einjährige liebevoll umsorgt.

Das Angebot des Technologiekonzerns lässt die Eltern beruhigt arbeiten – zumal das Werk nebenan ist. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, erklärt Personalchef Hartmuth Posner.

3,2 Millionen Euro hat das Unternehmen in die Hand genommen, um 40 Krippenplätze und 20 Kindergartenplätze zu finanzieren.

Das Besondere daran ist nicht nur die Betreuung von Kindern unter drei Jahren, sondern auch die Flexibilität: Je nach Bedarf können Eltern ihren Nachwuchs sieben, neun oder zehn Stunden in der Obhut der Erzieherinnen lassen, es gibt nur 15 Schließtage und Öffnungszeiten, die auf die Mitarbeiter zugeschnitten sind.

Beschäftigte kehren schneller in den Beruf zurück

Eine große Erleichterung für berufstätige Eltern. Die Chemie-Sozialpartner haben das Thema schon Ende der 80er-Jahre auf ihre Agenda gesetzt. Bundesweit gibt es laut Statistischem Bundesamt inzwischen 668 Tageseinrichtungen für Kinder von Betriebsangehörigen, viele davon finanzieren die Chemie-Betriebe.

So gehört die größte Einrichtung „Lukids“ (250 Plätze) der BASF in Ludwigshafen. Bei Henkel in Düsseldorf ist Platz für 240 Kinder, und das Pharma-Unternehmen Bayer weiht gerade am Hauptsitz in Leverkusen die „Löwenburg“ mit 125 Plätzen ein: „Heute kehren die Beschäftigten nach der Geburt eines Kindes viel schneller in ihren Beruf zurück als früher“, erklärt Bayer-Personalvorstand Michael König. „Daher ist es wichtig, bereits für Kleinkinder ab einem halben Jahr Betreuungsplätze anzubieten.“

Der kleine Max merkt übrigens kaum, wie die Zeit vergeht, wenn er mit anderen Kindern spielt oder auf einem roten Dreirad durch den Garten flitzt. Und wenn ihn doch die Sehnsucht nach Mama und Papa überkommt? „Dann haben wir noch das Fotobuch mit Bildern der Familie“, tröstet Erzieherin Stefanie Brockenauer-Wacker. „Die Ich-Bücher helfen und tun den Kindern gut.“


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