Energieversorgung

Frankenluk liefert Starkstrom-Technik für den EZB-Neubau

Frankfurt/Bamberg. Es wird das neue Glanzlicht im Frankfurter Stadtbild: das Hochhaus der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Gebäude ist noch im Bau. Aber der ist auf der Zielgeraden. In den nächsten Monaten sind vor allem Innenausbau und Technik dran. Am Ende des Jahres sollen die Mitarbeiter in ihren Büros sitzen.

Seit 2008 ist man dabei, den 185 Meter hohen Büroturm hochzuziehen und die angrenzende frühere Großmarkthalle für die EZB zu modernisieren. Mit dabei: die Firma Frankenluk Energieanlagenbau aus Bamberg. Sie sorgt dafür, dass in Aufzügen, Klimaanlagen und Rechenzentren genug Strom ankommt – und nirgends das Licht ausgeht.

„Die gesamte elektrische Energie für das Gebäude muss durch unsere Anlagen“, erklärt Jürgen Glöckner, Leiter des Geschäftsbereichs Energie- und Stromversorgungsanlagen. Neben der Installation der Starkstrom-Technik kümmern sich seine Leute auch um die Planung und die Bauleitung.

Das 250-Fache eines Hausstromkreises

Trotz modernster Technik wird die EZB-Zentrale ordentlich Strom fressen. Frankenluk installiert einen Teil davon, darunter vor allem 350 Schaltschränke für sogenannte Niederspannungshauptverteiler. Sie schalten, schützen und verteilen jeweils den Stromfluss bis zu einer Stromstärke von 4.000 Ampere – mehr als das 250-Fache eines normalen Hausstromkreises.

Zudem verlegen Mitarbeiter 2,5 Kilometer Stromschienen aus Aluminiumlegierung und Kupfer. Kabel wären für die Strommengen nicht praktikabel. Auch ein Energieleitsystem wird eingerichtet. Per Monitor lässt sich so die Energieversorgung überwachen und steuern. „Das ist wie ein kleiner Leitstand in einem Kraftwerk“, sagt Glöckner.

Für die Firma mit rund 400 Mitarbeitern, 140 davon in der Energieanlagen-Sparte, ist die Dimension des Auftrags nicht ganz neu. Es wurde schon Technik für andere Großprojekte geliefert, etwa für Flughafen-Terminals in München und Frankfurt, das Münchner Klinikum Bogenhausen oder ein Bosch-Forschungszentrum. „Aber ein Auftrag wie für die EZB kommt nicht alle Tage“, sagt Glöckner. „Zu Spitzenzeiten waren 30 Mann von uns auf der Baustelle.“

Mit rund 10 Millionen Euro beträgt der aktuelle Auftragswert mehr als das Zehnfache üblicher Projekte. Es kein 08/15-Geschäft. Glöckner: „Wir haben gezeigt, dass wir als Mittelständler eine Sache dieser Größenordnung stemmen können.“


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