Zeitarbeit

Flexibel im Einsatz


Gute Kollegen: Zeit-Arbeitnehmer Thomas Zimmermann (rechts) arbeitet bei Liebherr seit zwei Monaten mit Johannes Schwarzmann zusammen. Foto: Puchner

Wie Liebherr Verzahntechnik mit Zusatzpersonal Auftragspitzen abfedert

Kempten. Hoch her geht es in der Fertigung von Liebherr Verzahntechnik in Kempten: Unzählige Bauteile werden täglich angeliefert und weiterverarbeitet. 214 Mitarbeiter stellen Werkzeugmaschinen für Zahnräder her, die vor allem in Bau- und Straßenfahrzeugen eingesetzt werden.

Das Geschäft läuft gut, also hat die Belegschaft alle Hände voll zu tun. Für Phasen der Hochproduktion  setzt die Firma auch Zeitarbeiter ein. Geschäftsführer Friedrich Hesemann: „So können wir sehr flexibel auf Auftragsschwankungen reagieren.“ Denn kurzfristig gibt es keine Fachkräfte am normalen Stellenmarkt.

Thomas Zimmermann, gelernter Industriemechaniker,  ist einer von gegenwärtig 135 Zeitarbeitern in dem Kemptener Betrieb. Seit zwei Monaten unterstützt er Kollegen wie Liebherr-Mitarbeiter Johannes Schwarzmann in der Endmontage.

Eine Chance auf Festanstellung

Zu 85 Prozent stellt Liebherr in Kempten auch bei Zeitarbeitnehmern Fachkräfte ein. Vorwiegend sind diese im gewerblichen Bereich tätig. Die meisten werden in der Baugruppen- und Maschinenmontage eingesetzt, bei den Elektroinstallationen oder als Technische Zeichner. Nur 20 Personen sind ungelernte Arbeiter.

„Das ist nicht unbedingt typisch für die Metall- und Elektro-Industrie, wohl aber in einem Maschinenbaubetrieb mit hoch spezialisierten Tätigkeiten“, schildert Hesemann.

Im Durchschnitt 15 Monate sind Zeitarbeiter bei Liebherr Verzahntechnik – „vergleichsweise lange“, so Hesemann. Vorteil: Die Leute sind gut eingearbeitet. Weil es 2007 mehr Aufträge gab, wurde ihre Zahl aufgestockt – von durchschnittlich 89 auf 113.

Zeitarbeit ist für Hesemann auch eine Möglichkeit, neue Mitarbeiter kennenzulernen. Bewähren sie sich, ist das ihre Chance auf eine Festanstellung.

Die typische Arbeitskraft in diesem Bereich kommt aus der Arbeitslosigkeit und zielt auf eine feste Beschäftigung. Bei Liebherr in Kempten kann das klappen: Bis Ende Oktober wurden 100 Leute eingestellt, 30 davon waren ehemalige Zeitarbeitnehmer.

Positive Erfahrung hat Liebherr mit der Zeitarbeitsfirma „Procedo“. Sie vermittelt speziell M+E-Fachkräfte. Hesemann lobt: „Dort werden die Leute intensiv vorgeschult. Das kommt uns entgegen.“

Michaela Geiger

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