Training

Fit für den Job


Goodyear Dunlop setzt auf Gesundheitsförderung

Fulda. Ein ungewöhnliches Bild: Auf großen, grünen Gymnastikbällen wippen Mitarbeiter auf und ab. Unwillkürlich strafft sich dabei ihre Haltung, die Wirbelsäule richtet sich auf. Die „Sportler“ nehmen an einem Pilotprojekt des Gesundheitsmanagements der Goodyear Dunlop Tires Germany am Standort Fulda teil – eine arbeitsplatzbezogene Rückenschulung.

Dazu gehört neben der Rücken- und Haltungsschule mit Übungen zum Stärken der Muskulatur auch die Besichtigung des jeweiligen Arbeitsplatzes. Trainer Hans-Heinrich Hübbe schaut sich an den Maschinen die Bewegungsabläufe der Mitarbeiter genau an und gibt Tipps und Hilfen, wie sie rückenschonender arbeiten können.

Neue Bewegung 2.500-mal einüben

„Ich musste feststellen, dass ich vieles falsch gemacht habe“, sagt Özkan Özgör. Er ist in der Arbeitsvorbereitung beschäftigt: „Was wir hier lernen, hilft im Job und auch zu Hause.“ Spezialisten für das Gesundheitsmanagement gibt es an den Goodyear-Dunlop-Standorten in Fulda, Hanau, Philippsburg, Wittlich und Fürstenwalde. Sie steuern alle Aktivitäten rund um die Gesundheitsförderung.

Rückentrainer Hübbe: „Verkehrte oder einseitige Bewegungen sind ein grundsätzliches Problem. Aber woher sollen die Mitarbeiter es auch wissen. So etwas lernt man nicht in der Schule.“

Seine Übungen sind auf die Tätigkeit abgestimmt. Doch das Umlernen dauert seine Zeit: Etwa 2500-mal muss man eine neue, korrekte Bewegung ausführen, bis sie sitzt. „Die Übungen mache ich ab und an daheim oder während der Arbeit“, erzählt Matthias Heger.

Er ist in Fulda in der Stoffverarbeitung tätig und lobt die gute Stimmung bei der Gymnastik – „positive Emotionen“ nennt es Beatrix Most. Sie leitet das Gesundheitsmanagement von Goodyear Dunlop an allen Standorten: „Wir müssen die Kollegen für das Thema Gesundheit sensibilisieren. Das funktioniert durch sachliche Information und Spaß bei den Übungen.“

Das Gesundheitsmanagement beschäftigt sich mit Vorsorge, Integration sowie Wiedereingliederung nach längerer Krankheit. Zur Vorsorge gehören Suchtberatung, Grippeschutz, Ergonomie und Raucherentwöhnung.

Sportliche Aktivitäten der Mitarbeiter fördert das Unternehmen durch Zusammenarbeit mit Fitness-Studios, Aktionen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“, Fußballturniere und Drachenbootrennen.

Etwa 300 Schwerbehinderte arbeiten im Unternehmen. Für sie gilt es, passende Arbeitsplätze zu finden.

Zum Gesundheitsmanagement gehören darüber hinaus Eingliederungsmaßnahmen: Die Gesundheitskoordinatoren kümmern sich um Mitarbeiter, die länger als sechs Wochen innerhalb eines Jahres ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig waren. Sie unterstützen sie dabei, ihre Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen.

Jürgen Rother, Personalleiter am Standort Fulda, fasst es so zusammen: „Es geht um eine gemeinsame Anstrengung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Letztlich muss aber jeder ein Stück Verantwortung für sich selbst übernehmen.“

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