Auto-Zulieferer

Faszination Forschung


Der Kühler-Hersteller Modine braucht viele Ingenieure und Fachkräfte für die Entwicklung

Filderstadt. Fahrzeugkühler: Was gibt’s denn da zu forschen? Wer Laie ist, vermutet im Kühler seines Autos vielleicht keine besonders spektakulären Technologien. Aber da täuscht er sich: Ein Blick in den Muster- und Entwicklungsbau des Herstellers Modine Europe zeigt, dass an vielen Ecken und Enden getüftelt wird.

Ein aufregender Job für die Mitarbeiter. Sie haben es nicht nur mit Kühlern für Alltagsfahrzeuge zu tun, sondern auch für Sportwagen, Rennwagen und Formel-1-Boliden, etwa für Porsche, BMW und Audi.

Die interessanteste Neuentwicklung von Modine ist allerdings für Nutzfahrzeuge bestimmt: „Origami“ heißt der Kühler, den Modine jüngst auf der Nutzfahrzeug-Messe IAA den Insidern präsentiert hat. Er ist vor allem leichter als seine Vorgänger.

Auch Quereinsteiger willkommen

Geschäftsführer Klaus Feldmann erklärt: „Die Motoren von Lastwagen werden leistungsfähiger, der Sprit teurer und der Einbauraum knapper. Dieser Entwicklung müssen wir die Kühler anpassen.“ Die Gewichtsreduktion haben die Modine-Ingenieure durch eine geschickte Gestaltung der Bauteile erreicht.

 

„Für die Entwickler ist unsere Forschungsabteilung eine richtige Spielwiese“, meint Feldmann. Zum „Spielen“ stehen den 185 Ingenieuren des Unternehmens die modernsten Technologien zur Verfügung, ob am kleinen Versuchsstand oder am großen Windkanal. „Unsere Ingenieure bekommen schnell umfassende Aufgaben, die sie selbstverantwortlich lösen“, erläutert der Geschäftsführer. „Dabei sind sie über unsere amerikanische Mutter in weltweite Projekte eingebunden.“

Die Projektarbeit eröffnet Aufstiegschancen: 85 Prozent der Führungskräfte kommen aus dem eigenen Unternehmen. „Das hat sich bewährt“, meint Feldmann. „Wir nehmen aber auch gerne Leute von außen und Quereinsteiger.“

Bestes Beispiel ist Katrin Schatz. Die 42-Jährige hat als Verwaltungs-Angestellte begonnen. Danach arbeitete sie mit ihrem Mann zehn Jahre in der Gastronomie. Nach ihrer Scheidung lernte sie Industriekauffrau, kam 1999 zu Modine ins Controlling und studierte als alleinerziehende Mutter nebenbei Betriebswirtschaftslehre.

„Abwechslungsreich und spannend“

Heute ist sie Abteilungsleiterin des Musterbaus sowie der Entwicklungswerkstatt und verantwortlich für den Aufbau und die Inbetriebnahme der „Origami“-Pilot- und Fertigungslinie. Ihre Karriere kommentiert sie so: „Immer wenn ich eine Chance gesehen habe, habe ich sie genutzt!“

Ihr 70-köpfiges Team arbeitet für alle Modine-Werke in Europa, ganz gleich, ob ein Produkt neu entwickelt oder „nur“ optimiert wird. „Die Arbeit im Musterbau ist abwechslungsreich und spannend, hier können Ingenieure vor Ort beim Umsetzen ihrer Ideen mitwirken“, so die Managerin.

Moment mal! Schatz ist doch gar keine Ingenieurin. „Noch nicht“, sagt sie. „Ich mache gerade ein Fernstudium.“ In zwei Jahren will sie ihr Diplom haben.

Joachim Sigel

 

Info: Modine Europe GmbH

Modine Europe ist Teil des amerikanischen Modine-Konzerns. Der Zulieferer baut Wasser- und Ladeluftkühler für Automobile, Nutzfahrzeuge sowie Bau- und Landmaschinen. An vier Standorten zwischen Stuttgart und Tübingen arbeiten 975 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz liegt bei 535 Millionen Euro.

www.modine.com

Der Kühler-Hersteller Modine braucht viele Ingenieure und Fachkräfte für die Entwicklung

Filderstadt. Fahrzeugkühler: Was gibt’s denn da zu forschen? Wer Laie ist, vermutet im Kühler seines Autos vielleicht keine besonders spektakulären Technologien. Aber da täuscht er sich: Ein Blick in den Muster- und Entwicklungsbau des Herstellers Modine Europe zeigt, dass an vielen Ecken und Enden getüftelt wird.

Ein aufregender Job für die Mitarbeiter. Sie haben es nicht nur mit Kühlern für Alltagsfahrzeuge zu tun, sondern auch für Sportwagen, Rennwagen und Formel-1-Boliden, etwa für Porsche, BMW und Audi.

Die interessanteste Neuentwicklung von Modine ist allerdings für Nutzfahrzeuge bestimmt: „Origami“ heißt der Kühler, den Modine jüngst auf der Nutzfahrzeug-Messe IAA den Insidern präsentiert hat. Er ist vor allem leichter als seine Vorgänger.

Auch Quereinsteiger willkommen

Geschäftsführer Klaus Feldmann erklärt: „Die Motoren von Lastwagen werden leistungsfähiger, der Sprit teurer und der Einbauraum knapper. Dieser Entwicklung müssen wir die Kühler anpassen.“ Die Gewichtsreduktion haben die Modine-Ingenieure durch eine geschickte Gestaltung der Bauteile erreicht.

 

„Für die Entwickler ist unsere Forschungsabteilung eine richtige Spielwiese“, meint Feldmann. Zum „Spielen“ stehen den 185 Ingenieuren des Unternehmens die modernsten Technologien zur Verfügung, ob am kleinen Versuchsstand oder am großen Windkanal. „Unsere Ingenieure bekommen schnell umfassende Aufgaben, die sie selbstverantwortlich lösen“, erläutert der Geschäftsführer. „Dabei sind sie über unsere amerikanische Mutter in weltweite Projekte eingebunden.“

Die Projektarbeit eröffnet Aufstiegschancen: 85 Prozent der Führungskräfte kommen aus dem eigenen Unternehmen. „Das hat sich bewährt“, meint Feldmann. „Wir nehmen aber auch gerne Leute von außen und Quereinsteiger.“

Bestes Beispiel ist Katrin Schatz. Die 42-Jährige hat als Verwaltungs-Angestellte begonnen. Danach arbeitete sie mit ihrem Mann zehn Jahre in der Gastronomie. Nach ihrer Scheidung lernte sie Industriekauffrau, kam 1999 zu Modine ins Controlling und studierte als alleinerziehende Mutter nebenbei Betriebswirtschaftslehre.

„Abwechslungsreich und spannend“

Heute ist sie Abteilungsleiterin des Musterbaus sowie der Entwicklungswerkstatt und verantwortlich für den Aufbau und die Inbetriebnahme der „Origami“-Pilot- und Fertigungslinie. Ihre Karriere kommentiert sie so: „Immer wenn ich eine Chance gesehen habe, habe ich sie genutzt!“

Ihr 70-köpfiges Team arbeitet für alle Modine-Werke in Europa, ganz gleich, ob ein Produkt neu entwickelt oder „nur“ optimiert wird. „Die Arbeit im Musterbau ist abwechslungsreich und spannend, hier können Ingenieure vor Ort beim Umsetzen ihrer Ideen mitwirken“, so die Managerin.

Moment mal! Schatz ist doch gar keine Ingenieurin. „Noch nicht“, sagt sie. „Ich mache gerade ein Fernstudium.“ In zwei Jahren will sie ihr Diplom haben.

Joachim Sigel

 

Info: Modine Europe GmbH

Modine Europe ist Teil des amerikanischen Modine-Konzerns. Der Zulieferer baut Wasser- und Ladeluftkühler für Automobile, Nutzfahrzeuge sowie Bau- und Landmaschinen. An vier Standorten zwischen Stuttgart und Tübingen arbeiten 975 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz liegt bei 535 Millionen Euro.

www.modine.com

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang