Die Sinne der Maschinen

Fabrikautomation: Wie Sensoren von Sick Industrie und Logistik voranbringen

Das Familienunternehmen Sick aus Waldkirch bei Freiburg ist Weltmarktführer für Industriesensoren. Die elektronischen Bauteile sind die Sinnesorgane von Maschinen und Anlagen und Voraussetzung, damit vernetzte Produktion – Industrie 4.0 – funktioniert.

Qualitätskontrolle: Die Montage der Bauteile wird akribisch überwacht. Foto: Sigwart

Qualitätskontrolle: Die Montage der Bauteile wird akribisch überwacht. Foto: Sigwart

Hightech: Sensoren mit Kamera überwachen die Sortierprozesse im Betrieb. Foto: Sigwart

Hightech: Sensoren mit Kamera überwachen die Sortierprozesse im Betrieb. Foto: Sigwart

Handarbeit: Bei einigen Produktionsschritten ist manuelles Geschick gefragt. Foto: Sigwart

Handarbeit: Bei einigen Produktionsschritten ist manuelles Geschick gefragt. Foto: Sigwart

Waldkirch. Den menschlichen Sehsinn für die Überwachung von Maschinen und Emissionen nutzbar machen: Das hat sich Erwin Sick, Gründer des gleichnamigen Unternehmens aus Waldkirch bei Freiburg, zum Ziel gesetzt. Heute erkennen seine Sensoren in Pharmafabriken, ob eine Tablettendose in die richtige Schachtel gepackt wird und ob auch der passende Beipackzettel dabei ist.

Zudem identifizieren sie Werkstücke und deren exakte Position auf einer Maschine oder sorgen an der Gepäckausgabe auf Flughäfen oder in Logistikzentren dafür, dass Koffer und Pakete korrekt sortiert werden. Sensoren sind die Sinnesorgane von Maschinen und Anlagen. Schon vor mehr als 60 Jahren ermöglichte Sick mit seinem ersten Sensor einen Lichtvorhang als Arbeitsschutz für Maschinen, der beim Durchbrechen Alarm schlägt.

Seither hat sich das Familienunternehmen zum Marktführer für Industriesensoren entwickelt. Heute stellt Sick mit weltweit über 7.400 Mitarbeitern 40.000 verschiedene Produkte her – darunter viele komplette Systemlösungen. „So viele hat sonst niemand in der Branche“, erklärt Vorstandschef Robert Bauer.

Die elektronischen Geräte werden immer wichtiger: „Sensoren sind die Voraussetzung für die vernetzte Industrie“, betont Bauer. Mit dem Thema beschäftigt sich Sick schon seit über zehn Jahren. Damals wurden die ersten intelligenten Sensoren und die Kommunikationstechnologie „IO-Link“ entwickelt, damit Sensoren mit Antriebselementen und Steuerungen kommunizieren können.

Smarte Sensoren machen Industrie 4.0 erst möglich

Smarte Sensoren fungieren in einer Maschine als Datensammler, die Infos über den Zustand, die Betriebsbedingungen in ihrem Umfeld und die Funktion der Maschine liefern – in Echtzeit. Diese Daten sind notwendig, um Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und flexibler zu machen. Zum Beispiel, wenn statt großer Stückzahlen eines Bauteils kleinere Serien oder gar Einzelanfertigungen produziert werden sollen.

Bemerkenswert: Obwohl Sick Vorreiter der industriellen Automation ist, dominieren in der Sensorfertigung keineswegs Roboter. Die Montage der Bauteile ist vielfach immer noch Handarbeit.


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