Menschen

Experten sind gefragt


Vertriebs- und Entwicklungsleiter Zimmermann: „Wer beim Kunden zeigen kann, dass er etwas von Technik versteht, ist im Vorteil.“

Was sie auszeichnet – am Beispiel Martin Zimmermann von New-York Hamburger

Erfolgsgeschichten wie die der Firma New-York Hamburger haben immer auch etwas mit qualifizierten Mitarbeitern zu tun. Zum Beispiel mit Martin Zimmermann (40), Vertriebs- und Entwicklungsleiter für industrielle Produkte.

Technik ist sein Ding. Der Diplom-Ingenieur Zimmermann hat sich vor zwei Jahren für dieses Traditionsunternehmen entschieden, weil er da zwei Dinge verbinden kann: „Ich kann hier einen engen Kontakt zum Kunden herstellen und gleichzeitig zur firmeneigenen Technologie. Nur verkaufen oder nur entwickeln, das wäre mir zu wenig.“ Er ist überzeugt von der Stärke der Firma: „Wir haben ein MikroSpritzgussverfahren entwickelt, das eine besonders hochwertige Kunststoff-Metall-Verbindung garantiert.“

„Riesige Chancen“

Spezialisten wie Zimmermann gehört die Zukunft. Stallgeruch aus Fertigung oder Entwicklungsabteilung, aber auch Spaß am Umgang mit Menschen – das sind die Voraussetzungen, die für einen Aufstieg in der Kautschuk-Industrie zunehmend benötigt werden. „Soziale Kompetenz wird wichtiger“, sagt Olaf Brandes, Bildungsexperte beim Arbeitgeberverband ADK. „Wer heute im Berufsalltag bestehen will, sollte bereit sein zur Teamarbeit.“

Das bestätigt Zimmermann: „Auch in unserem Unternehmen lösen wir Projekte im Team. Und wer beim Kunden zeigen kann, dass er etwas von der Technik versteht, ist immer im Vorteil.“

Für Spezialisten greifen Betriebe tiefer in die Kasse. Laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erhielten Arbeitnehmer mit Führungsaufgaben oder selbstständigen Tätigkeiten von 2007 bis 2010 doppelt so viel Lohnplus wie An- und Ungelernte.

Zimmermann ist den klassischen Weg gegangen, eine Facharbeiterausbildung zum Werkzeugmacher, und bekam nach dem Maschinenbau-Studium schnell ein Faible für die Kautschuk-Industrie. Bevor er zu New-York Hamburger kam, entwickelte er Kühlwasser-Schläuche bei einer anderen Traditionsfirma: der damaligen Phoenix und heutigen ContiTech in Hamburg.

Die Branche hat für ihn Zukunft: „Die neuen Materialien und Technologien eröffnen in sehr vielen Industrie-Anwendungen riesige Chancen.“

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang