Maschinenbau

Experten für schwere Fälle: Das Metallunternehmen G+F Strate repariert Industrieanlagen

Hannover. Tonnenschwere Industriepressen mit riesigen Hydraulikzylindern, Antriebswellen, Druckgussmaschinen – es sind keine Kleinigkeiten, die von der G+F Strate GmbH gebaut, gewartet oder instand gesetzt werden. Und jedes Gerät ist eine Herausforderung: Maschinenbau von der Stange gebe es hier nicht, stellen die Geschäftsführer Arndt Brinkmann und Dietmar Gremblewski-Strate klar.

Ganz wichtig fürs Geschäft: Verlässliche Rahmenbedingungen

70 Mitarbeiter beschäftigt das in vierter Generation familiengeführte Unternehmen in Hannover-Wülfel. „Wir sind der klassische Mittelstand“, sagt Brinkmann. „Unser Wissen und unsere Flexibilität sind beim Kunden gefragt.“ Diese Flexibilität ist eine zentrale Stärke des Unternehmens, das im Jahr 1903 von den Brüdern Gustav und Friedrich Strate gegründet wurde. „Unser Fertigungsspektrum besteht zu 30 Prozent aus Neuanfertigungen und zu 70 Prozent aus Reparaturen“, berichtet Gremblewski-Strate.

Vom Drehen über das Bohren, Schweißen und Schleifen bis hin zum Fräsen beherrschen die Mitarbeiter sämtliche Bearbeitungsschritte. „Kein Tag ist wie der andere“, sagt der Zerspaner René Trost, „es gibt immer neue anspruchsvolle Aufgaben.“ Das Know-how, die Erfahrung – das ist das Pfund, mit dem man die Kunden überzeugen kann.

Und doch ist man hier wie jedes Unternehmen vom Auf und Ab der Konjunktur abhängig, spürt schon kleinste Veränderungen am Markt. Grund genug für die Geschäftsführung, kontinuierlich die Arbeitsabläufe zu optimieren und Aufwand und Kosten zu reduzieren.

Überproportionale Lohnsteigerungen beispielsweise kann G+F Strate nicht ohne Weiteres in Form höherer Preise an die Kunden weitergeben. Deshalb spüre ihr Unternehmen die Folgen von Tarifabschlüssen besonders, machen die Geschäftsführer deutlich: „Die hohe Lohnforderung von 5,5 Prozent in der jüngsten Tarifrunde können wir nicht nachvollziehen. Zumal die Inflation zurzeit ja gegen null geht – und die Löhne auch schon in den letzten Jahren stärker gestiegen sind als die Lebenshaltungskosten.“

Brinkmann betont: „Wir ermöglichen unseren Mitarbeitern viele Weiterbildungen, schicken sie auf Lehrgänge und schulen sie im Betrieb.“ Und man setze verstärkt auf die Erfahrung älterer Mitarbeiter. „Bei uns arbeiten auch Ruheständler noch zeitweise mit. Deren Erfahrung ist ein echter Schatz.“


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