Neue Arbeitsplätze

Etikettendruck für jeden Geschmack


Trotz Krise: Constantia Labels baut modernstes Werk für Markenaufkleber

Heiligenstadt. Aufbruchstimmung in der Krise: Schon von der A 38 aus ist die mächtige Industriehalle zu sehen. Grau und rot leuchten die Farben der Constantia Labels GmbH. Im thüringischen Heiligenstadt investiert das Unternehmen 29 Millionen Euro in ein nagelneues Werk.

Den Weg über die Autobahn haben in den letzten Wochen unter anderem 30 Lkws aus Italien genommen, vollgepackt mit modernster Maschinenbautechnologie. Ein Spezialistenteam des Herstellers setzt eine hochmoderne Druckmaschine in Rekordzeit zusammen. „Diese Technologie ist absolute Weltklasse“, sagt Cons­tantia-Labels-Geschäfts­führer Uwe Bangert.

Relativ stabiles Geschäft

Selbstklebe-Etiketten für die Getränke-Industrie sollen dort in Kürze im gerade erschlossenen Gewerbegebiet an der A 38 in Heiligenstadt produziert werden.

Schneller, besser, deutlich mehr – beste Voraussetzungen, um nach der Krise durchstarten zu können. „Das Geschäft mit Lebensmitteln und Getränken ist relativ stabil“, bestätigt der Geschäftsführer. „Von Um­satzeinbrüchen wie in anderen Branchen sind wir bisher weitgehend verschont geblieben.“

Beispiel Bier: Das kühle Blonde schmeckt weltweit. Vielleicht auch deshalb ein biss­chen besser, weil die Etiketten dem Getränk ein Stück Emotion vermitteln. Constantia Labels bedruckt sie genau so, wie es sich die Marketing-Experten der großen Bierhersteller wünschen.

Wer glaubt, dass die unzähligen Bier-Mixgetränke, die heute fast überall zu bekommen sind, sich besonders gut aufs Geschäft der Etikettenhersteller auswirken, irrt. „Wir liefern vor allem Etiketten für die Weltmarken der großen Brauereien und dies in viele Länder der Erde“, sagt Bangert.

Genau deshalb setzt sein Unternehmen auf Wachstum weltweit. An­ders als in Deutschland werden in den meisten Ländern nur wenige große Marken verkauft. Das ist für Constantia Labels sehr interessant, weil hier die Auflagen stimmen. Auch in Indien oder Brasilien strömt der Gerstensaft. Bangert: „Dort ist Bier das Getränk der jungen Generation.“

30 neue Mitarbeiter

Das Beispiel Constantia zeigt, dass Kritik an der Globalisierung  zu kurz greift. Denn die gewaltige Investition in Thüringen 20 Jahre nach dem Mauerfall rechnet sich nur, weil der Betrieb auf weltweite Ab­nehmer setzt.

Zum Produktionsstart Ende Oktober finden rund 30 Mitarbeiter dort einen neuen Arbeitsplatz. „Wir planen, die Zahl in den kommenden drei Jahren auf 100 zu erweitern“, sagt der Geschäftsführer. Zurzeit werden viele von ihnen im Schwesterwerk in Hannoversch Münden ausgebildet.

Bangert schaut gemeinsam mit Bauleiter Dieter Lüdicke auf die Baupläne und kann beeindruckende Zahlen mitteilen: 15.000 Tonnen Erdmassen sind bewegt, 6.000 Tonnen Beton und 240 Tonnen Stahl verbaut.

Entstanden ist eine rund 11.000 Quadratmeter große Halle auf einer grünen Wiese. Bangert: „Die Fläche bietet uns noch reichlich Raum für Wachstum.“

 

Info: Constantia

Constantia Flexibles, zu der Constantia Labels gehört, ist Teil der börsennotierten Constantia Packaging AG und eine global agierende Unternehmensgruppe mit europäischen Wurzeln, die weltweit Kunden in Branchen wie Lebensmittel, Tiernahrung, Pharma  und Getränke professionelle und innovative Verpackungslösungen zur Verfügung stellt.

In 47 Firmen von Constantia Flexibles sind derzeit rund 4.300 Mitarbeiter beschäftigt.

 

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