Gießereien

Erfahrung lässt sich nicht kopieren


Doris Marwede: „Wir investieren stark in die Aus- und Weiterbildung. Das gibt Vorsprung vor der Konkurrenz.“

Pleissner Guss ist typisch für die Branche: Das Guss-Geschäft läuft

Herzberg. Jahrelang spürte die Pleissner Guss GmbH kräftigen Gegenwind. Zu hohe Kosten und die Konkurrenz in Osteuropa und Asien schien übermächtig.

Inzwischen hat das Unternehmen kräftigen Rückenwind. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt.  Stahlgussteile aus dem Harz helfen unter anderem bei der Energieerzeugung.

Das dicke Pfund mit dem Pleissner Guss im Harz wuchert, heißt Qualität. 100 Jahre wird das Unternehmen in diesem  Jahr – solch eine Erfahrung lässt sich von Billiganbietern nicht einfach kopieren.

Neue Mitarbeiter eingestellt

Das Geschäft läuft auch deswegen gut, weil Pleissner nicht auf eine Branche spezialisiert ist. Neben der Armaturenindustrie gehören auch die Pumpenhersteller zur Kundschaft. Außerdem fertigen die Harzer Teile für die Verkehrstechnik, die Energietechnik und den Schiffbau – von 150 Kilogramm  bis  zu zehn Tonnen Stückgewicht.

„Das können nicht viele“, sagt Pleissner-Personalleiterin Doris Marwede. Die Zahl der Mitarbeiter ist seit 2005 von 275 auf heute 305 gestiegen – Tendenz weiter steigend.

Die Jahresproduktion liegt bei gut 5.500 Tonnen. Das macht Pleissner-Guss zu einem der führenden Stahlgusshersteller in Europa.

Gute Zukunft am Standort

Was in Herzberg die Werkhallen verlässt, muss höchste Sicherheitsstandards erfüllen. Deshalb sind neben einer umfassenden Dokumentation strengste Qualitätskontrollen unerlässlich.

Die Endabnahme erledigen sowohl werkeigene topgeschulte Prüfer als auch vom Kunden beauftragte Abnahmegesellschaften.

Für die innovativen Gussteile setzt das Unternehmen weiterhin auf qualifizierten Nachwuchs. „Um der asiatischen Billigkonkurrenz einen Schritt voraus zu sein, werden wir auch weiterhin stark in Aus- und Weiterbildung investieren“, versichert die Personalchefin. „Dann haben wir hier am Standort Herzberg eine gute Zukunft.“

Auch das ist typisch für die Gießerei-Industrie: Lange Zeit ging es bergab. Man war bei der Jugend so gut wie „unten durch“. Aber seit einigen Jahren feiert man wieder Produktionsrekorde. Und jetzt sind Traditionsbetriebe wie Pleissner Guss in Herzberg wieder eine attraktive Adresse – auch für den Nachwuchs.

Werner Fricke

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang