Rohstoffe

Erdöl-Ersatz bald in großen Mengen?


Die Konzerntochter Linde-KCA baut ein Forschungszentrum

Leuna. Schick wird es aussehen, wenn es Mitte 2012 fertig ist: das „Fraunhofer-Zentrum für chemisch-biotechnologische Prozesse“ (CBP).

Noch im Januar ist Baubeginn. Hier werden Wissenschaftler und Industriepartner Verfahren der „weißen Biotechnologie“ weiterentwickeln und verfeinern. Das Ziel: in industriellem Maßstab Produkte wie Kunststoff, Treibstoff oder Chemikalien nicht aus Erdöl herzustellen, sondern aus Holz, Stroh oder Algen. Zu diesem Zweck müssen diese Naturrohstoffe mittels chemischer und biotechnologischer Prozesse so verändert werden, dass sie sich so gut verarbeiten lassen wie Erdöl.

„Herzstück dieses Forschungszentrums sind fünf neuentwickelte Anlagen, in denen die Ideen aus dem Labor für die Industrie ausprobiert und hochskaliert werden sollen“, sagt Uwe Welteroth, Bereichsleiter Biotechnologie-Anlagen von Linde-KCA.

50 Millionen Euro stehen bereit

Der in Dresden ansässige Anlagenbauer ist ebenso wie Linde Gas ein Teil des breit aufgestellten Linde-Konzerns. Er beschäftigt 480 Mitarbeiter. Als „Generalunternehmer Technologie“ baut er das Forschungszentrum. Er hat mit Partnern auch die fünf Mini-Fabriken entwickelt.

50 Millionen Euro stehen für den Bau und die ersten fünf Forschungsjahre mit zunächst 20 Wissenschaftlern zur Verfügung – vom Chemiepark-Betreiber InfraLeuna, von der Fraunhofer-Gesellschaft und vom Staat.

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