Deutsches Know-how am Nil

Entsalzungsanlage für Düngemittelhersteller in Ägypten kommt von Lanxess

Salzwasser zu Trinkwasser aufzubereiten, ist schwer: Weltweit haben nur zwei Unternehmen das Know-how für die benötigten Membranelemente und Ionenaustauscher. Und das Geschäft boomt, weiß man bei Lanxess in Köln.

Unter Palmen: Die Aufbereitungsanlage steht in der Hafenstadt Alexandria. Foto: Alexfert

Unter Palmen: Die Aufbereitungsanlage steht in der Hafenstadt Alexandria. Foto: Alexfert

Aufwand: 228 dieser Membranfilter sind für den Prozess nötig. Foto: Werk

Aufwand: 228 dieser Membranfilter sind für den Prozess nötig. Foto: Werk

Köln. Maschinen und Dampfturbinen mögen kein salzhaltiges Wasser. Deshalb setzt der größte ägyptische Düngerhersteller Alexfert aus Alexandria auf Technologie von Lanxess in Köln: Dessen Membranelemente und Ionenaustauscher entsalzen das Nilwasser der Hafenstadt gründlich – und machen es als Prozesswasser nutzbar.

Steigender Bedarf an Membranen

Der Spezialchemie-Konzern ist eins von nur zwei Unternehmen weltweit, die das Know-how sowohl für Membranelemente als auch für Ionenaustauscher haben.

„Unsere Produktpalette ermöglicht die Aufbereitung von Prozess- und Abwasser in verschiedenen Industriezweigen“, erklärt Jens Lipnizki, der das technische Marketing für Membrane leitet. Das Prinzip funktioniert so: Das Wasser wird gefiltert und vorbehandelt, um Verunreinigungen zu beseitigen. Dann presst man es mit Druck durch die Membranelemente. Diese sind so aufgebaut, dass sie bestimmte Ionen zurückhalten (Umkehrosmose). Die Anlage in Ägypten besteht aus 228 solcher Elemente. Anschließend holen Ionenaustauscher den Rest an Salzen heraus.

Der Markt für Membranen ist zuletzt stark gewachsen. In den kommenden Jahren rechnet Lanxess mit jährlich 10 Prozent mehr Bedarf. Deshalb verdoppelt das Unternehmen jetzt seine Produktionskapazitäten.


Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang