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Engagiert für Schüler: Netzwerk SchuleWirtschaft zeichnet bayerische Betriebe aus

Das passt: Schüler suchen Ausbildungsstellen – und bayerische Firmen wie Magnet Schultz oder Hilti brauchen Fachkräfte. Daher engagieren sie sich bei der Berufsorientierung und öffnen ihre Werktore. Ein Vorbild für andere!

Kreativ: Bei Magnet Schultz greifen Schülerinnen zu Feilen, Bohrern und Sägen. Foto: Werk

Kreativ: Bei Magnet Schultz greifen Schülerinnen zu Feilen, Bohrern und Sägen. Foto: Werk

Foto: Werk

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Tag der offenen Tür: Hilti lädt Schüler in den Betrieb ein. Foto: Werk

Tag der offenen Tür: Hilti lädt Schüler in den Betrieb ein. Foto: Werk

Memmingen/Kaufering/Berlin. Alles andere als leicht: sich als junger Mensch für einen Beruf zu entscheiden. Zumal Schüler oft wenig über die Arbeitswelt wissen. Hier setzt das Netzwerk SchuleWirtschaft an: Es bringt Verantwortliche aus Schulen und Betrieben an einen Tisch, regt Austausch an und begleitet Jugendliche in der Findungsphase.

13 Unternehmen engagieren sich dabei so vorbildlich, dass das Netzwerk sie mit dem Preis „Das hat Potenzial!“ auszeichnete. Darunter sind sechs Firmen in Bayern.

Mit Schminkspiegeln begeistert Magnet Schultz Mädchen für Technik

Wie Magnet Schultz aus Memmingen. Das Spezialunternehmen für elektromagnetische Aktorik und Sensorik lässt etwa Mädchen einen Schminkspiegel bauen, mit pinkfarbener Beleuchtung. Das soll ihr Interesse für Technik wecken, erklärt Martina Faulhaber, Leiterin Aus- und Weiterbildung: „Der Spiegel hat zwar nichts mit unserem ursprünglichen Thema, den Elektromagneten, zu tun – aber wir fordern die Mädchen mit etwas heraus, das ihnen Spaß macht.“

So löten, feilen, bohren und sägen sie mit Elan – und lernen ganz nebenbei wichtige technische Fertigkeiten kennen, die ihnen später im Beruf begegnen. Für diese und weitere Aktionen erhielt Magnet Schultz den ersten Preis in der Kategorie der großen Unternehmen.

Ein weiterer Preisträger ist der Befestigungsspezialist Hilti aus Kaufering in Oberbayern. „Unser Ziel ist es, jungen Menschen einen Einblick in das Arbeitsleben zu ermöglichen und sie bei der Berufswahl zu unterstützen“, umschreibt Erni Steckenleiter die Motivation. Die Bereichsleiterin für Aus- und Weiterbildung bei Hilti ermöglicht mit ihren Kollegen regelmäßig Schnupperpraktika, kooperiert mit örtlichen Schulen oder lädt zu Berufsinformationstagen in die Firma ein. „Schön, dass unser Engagement mit dem Preis honoriert wird“, freut sich Steckenleiter.

Weitere Preisträger aus der Metall- und Elektroindustrie des Freistaats sind die Siemens AG, die schon lange Jahre Schulpatenschaften pflegt. Und der Zerspanungswerkzeughersteller Wema aus Pfaffenhofen: Er hat ein besonderes Augenmerk darauf, Jugendliche mit sozialen und schulischen Problemen einzubinden.


Das Netzwerk SchuleWirtschaft

Festakt: Die Preisverleihung an die Unternehmen fand im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin statt. Foto: SchuleWirtschaft
Festakt: Die Preisverleihung an die Unternehmen fand im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin statt. Foto: SchuleWirtschaft
  • Bringt Schule und Wirtschaft zusammen und besteht aus Ehrenamtlichen beider Bereiche.
  • Begleitet junge Menschen bei der Berufswahl.
  • Fördert Wirtschaftswissen sowie die MINT-Fächer Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik.
  • Bayernweit sind 97 Arbeitskreise in sieben Regionen aktiv. Mehr als 60.000 Schüler profitieren allein von ihrem Engagement.
  • Das Netzwerk SchuleWirtschaft existiert seit 20 Jahren. Es ist Teil des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft und überregional mit der Bundesorganisation SchuleWirtschaft verknüpft.

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