Maschinenbau

Eisbären für die Tiefkühlkost


KMW stattet Supermärkte mit Kühlmöbeln aus

Limburg. Ganz frisch, gut gekühlt, übersichtlich angeordnet und auch noch schön anzuschauen: Die Ansprüche, die Kunden an die Waren in den Regalen und Theken der Supermärkte stellen, sind hoch. Wie viel technischer Aufwand dafür betrieben wird, können sich nur wenige vorstellen.

„Hier geht es um Elektrik und Elektronik, Steuerungs- und Kältetechnik, eben Maschinenbau vom Feinsten“, erklärt Doris Döhler, Geschäftsführerin des KMW Kühlmöbelwerks Limburg.

Service funktioniert rund um die Uhr

Das mittelständische Unternehmen (120 Mitarbeiter, knapp 26 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr), das sich in Privatbesitz befindet, entwickelt und produziert das komplette Programm an Kühl- und Tiefkühlmöbeln für Supermärkte. KMW bietet Regale für Molkereiprodukte, Wurst und Fleisch in unterschiedlichen Höhen und Breiten, mit und ohne Türen, Regale für Obst und Gemüse, Tiefkühlinseln und vieles mehr – Wartungsverträge inklusive.

„Eine Kühlung muss rund um die Uhr funktionieren. Da wissen Kunden Schnelligkeit und guten Service zu schätzen“, erläutert Döhler. Die Kühlmöbel tragen so klangvolle Namen wie Eisbär, Grizzly oder Jumbo und sind Basisgeräte.

Je nach Kundenwunsch werden sie individuell gestaltet und den Anforderungen angepasst. Wahlweise sind sie steckerfertig oder über Rohrleitungen mit einer Verbundkühlanlage in einem separaten Maschinenraum verknüpft.

Milch- und Fleischprodukte benötigen völlig verschiedene Temperaturen und Lichtverhältnisse. Frisches Gemüse kann im Regal mit einem Wassernebel besprüht werden und bleibt so länger knackig.

Systeme zum Energiesparen

In einer Tankstelle soll eine kleine Ecke optimal genutzt werden. In Flughafen-Shops geht es um Spezialitäten. Eine große Supermarktkette braucht gleich für mehrere Läden ein neues Konzept. „Da reden wir dann schnell über einige Meter Kühl- und Tiefkühlmöbel“, erklärt Döhler.

Modernisierungen drehen sich vorrangig ums Energiesparen. Der Trend geht zu geschlossenen Einheiten mit transparenten Türen, damit die Ware gut zu sehen ist. Die Chefin: „Geschlossene Türen sparen bis zu 30 Prozent Energie.“ Aber auch der Wechsel von herkömmlichen Leuchten zu LEDs birgt Einsparpotenzial.

Spätestens nach zehn Jahren werden die meisten Kühltheken gegen modernere ausgetauscht. Im Ausland findet man auch noch ältere Möbel. „Im Libanon und in der Schweiz sind sogar noch unsere Geräte aus den 80er-Jahren in Betrieb“, so Döhler.

1981 gegründet, ist KMW heute der einzige Hersteller für den gewerblichen Bereich, der seine Produktion nicht ins kostengünstigere Ausland verlagert hat.

Das Geschäft ist extremen Schwankungen unterworfen. Während es am Jahresanfang ruhig zugeht, brummt es in der zweiten Jahreshälfte. Flauten überbrückt KMW mit Überstunden- und Urlaubsabbau. In Boom-Phasen helfen Zeitarbeitskräfte. Döhler: „Nur so können wir hier wettbewerbsfähig produzieren.“

 

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