„Einfach mal machen lassen“


Am 1. Oktober endet der Anmeldeschluss für den Nachwuchswettbewerb „M+Eine Zukunft Award 2011“.

Wer eine gute Idee hat, sollte sich also schnell bewerben. AKTIV stellt hier zwei Teams aus dem vergangenen Jahr vor.

Rüsselsheim/Korbach. „Man muss sie einfach machen lassen, dann kommen richtig gute Ideen“, sagt Karl-Heinz Groß, Ausbilder bei Adam Opel in Rüsselsheim. 525 junge Leute lernen dort einen Beruf – als Auszubildende oder als Studenten der Berufsakademie.

Im vergangenen Jahr gewannen vier von ihnen einen ersten Preis beim Nachwuchswettbewerb M+Eine Zukunft Award. „Eine Spitzen-Leistung“, freut sich Groß.

Das Team aus Stefanie Bieg, Carina Schweikhard und Julia Rupp (angehende Kauffrauen für Bürokommunikation) und Julien Steinke (Fachkraft für Lagerlogistik), entwickelte einen „Trainee Market“. In diese Datenbank können Azubis freiwillig ihr anonymisiertes Profil einstellen. Sie gibt Auskunft über Kenntnisse und Fähigkeiten der Azubis und zeigt an, wann sie zur Verfügung stehen.

 

Inzwischen hat Opel die Idee als Pilotprojekt übernommen. Vorläufig sind nur kaufmännische Lehrlinge erfasst. „Aber wir wollen das System auch auf die gewerblich-technischen Azubis ausweiten“, sagt Ausbildungschef Hans-Dieter Weiland. Als eine der Ersten ließ sich Romina Reuter eintragen. Dank ihrer SAP-Kenntnisse kam sie als Urlaubsvertretung in die Abteilung von Weiland.

„Projektarbeit, das passt zu uns“

„Es war toll, abseits des Lehrplans zu zeigen, was ich kann“, sagt die junge Frau. Für sie ist es nun Ehrensache, beim M+Eine Zukunft Award 2011 mitzumachen.

Auch die Azubis von Horizont-Gerätewerk in Korbach sind in diesem Jahr wieder dabei. „Projektarbeiten, eigene Ideen entwickeln, das passt gut zu uns“, erklärt Geschäftsführer Steffen Müller. Horizont (400 Mitarbeiter, über 20 Azubis) stellt Produkte für die Agrar- und Verkehrstechnik her, darunter Warnsysteme für Straßen.

Jan Huneck, Micha Zenke, Norman Eiffert und Janine Radel, Azubis im gewerblich-technischen Bereich, beteiligten sich 2010 am Wettbewerb. Sie überarbeiteten den „Klapp-Max“.

Warnbarke kann Leben retten

Die Warnbarke kommt häufig nach Unfällen zum Einsatz, um Fahrbahnen abzusperren. Mehrere Tausend Stück werden jährlich in Korbach produziert. Damit Einsatzkräfte rechtzeitig gewarnt werden können, falls ein Autofahrer die Barke übersieht und einfach weiterfährt, bauten die Azubis den Klapp-Max kurzerhand um.

Kommt ein Auto in die Nähe der Warnbarke, schickt sie in Bruchteilen einer Sekunde ein Funksignal an das nächste Einsatz- oder Baustellenfahrzeug und löst dort einen Alarm aus, um die Menschen, die dort arbeiten, zu warnen. Obwohl es keinen der vorderen Plätze gab, ist Ausbilder Arno Dombrowski hoch zufrieden: „Das war Klasse.“

„Es hat richtig Spaß gemacht. So eng arbeitet man sonst ja nicht zusammen“, sagt Norman Eiffert. Die anfängliche Angst vor Präsentationen legte sich bald. „Man findet sich da schnell rein“, betont Janine Radel.

Jan Huneck ist heute überzeugt: „So ein Wettbewerb ist für jeden eine Chance.“ Sein Rat: „Unbedingt mitmachen, denn egal, wie es ausgeht, man ist anschließend ganz schön stolz.“

 

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