Exportschlager

Eine Lackierpistole macht Karriere


Hersteller Sata setzt vor allem auf Qualität

Kornwestheim. Ein Kratzer im Autolack? Lässt sich leicht beheben. Wenn der Fachmann in der Werkstatt „die Sata“ holt, meint er nicht etwa eine Auszubildende. Die Sata kommt aus Kornwestheim bei Stuttgart und genießt in der ganzen Branche einen hervorragenden Ruf. Es handelt sich um eine Lackierpistole.

Die gibt es in vielen Modellen. Alle werden von 235 Leuten produziert und treten von  dort aus die Reise in knapp 100 Länder an – auch in die USA und nach China. Nicht nur in Kfz-Lackierbetrieben gehört die Sata zur Ausrüstung, sondern auch bei Malern und Lackierern sowie Airbrush-Künstlern.

Kniff gegen Produktpiraten

Was eine Farbspritz-Pistole braucht, um sich so gut zu verkaufen wie die Sata, erklärt Geschäftsführer Albrecht Kruse so: „Vor allem kompromisslose Qualität.“ Wer sich beruflich mit Lackieren beschäftige, könne auf ein perfektes Ergebnis ebenso wenig verzichten wie auf den Schutz seiner Gesundheit.

Die Kombination aus Pistole, Lack-Becher und Druckmess-System sorgt für eine perfekte, auf den Lack abgestimmte Zerstäubung, minimiert den Verbrauch und liegt gut in der Hand. Dafür, dass der Lackierer geschützt ist, sorgen unter anderem spezielle Atemschutzmasken.

Sata bringt ständig Innovationen heraus, die auf neue, anspruchsvolle Lacke abgestimmt sind. Solche Produkte werden nachgeahmt und kopiert, etwa in China, der Türkei und dem Iran.

Firmenchef Kruse: „Zum Schutz unserer Kunden kennzeichnen wir unsere Lackierpistolen durch ein Authentifizierungssystem.“ Zwei Nummern zum Freirubbeln bestätigen dem Käufer nach einem Abgleich im Internet: Die Sata ist echt.

Mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz

Die meisten Kunden sind zwar bereit, für Qualität mehr zu zahlen. Trotzdem muss Sata auf die Kosten achten. Die Produktion in dem Werk wird deshalb seit vielen Jahren weiter automatisiert.

„Außerdem sind wir dabei, alle Betriebsabläufe zu synchronisieren“, so Kruse. Die Philosophie dahinter heißt „Synchro“ und bedeutet, dass die Mitarbeiter Abläufe aufeinander abstimmen, standardisieren und ordnen. Wie das geht, zeigt ein Blick auf den Arbeitsplatz von Ankica Smiciklas. Sie montiert die Druckluftfilter: Hier liegen Werkzeuge und Material in Griff- weite, es sieht aus wie geleckt. Smiciklas ist begeistert von dem Projekt, trotz anfänglicher Skepsis: „Die Arbeit ist leichter und sauberer, und wir schaffen mehr.“

Der Maschineneinsteller und stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Klaus Matias unterstützt die Mannschaft bei der Umsetzung von „Synchro“. Er beobachtet: „Organisierte Arbeitsplätze machen die Kollegen zufriedener.“ In der Produktion sei das Projekt schon zu 70 Prozent umgesetzt. Bald kommen die Büros dran.

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