Familienunternehmen

Ein Zauberer für die Kleinen


Novatex macht kreative Baby-Produkte

 

 

Pattensen. Das Fläschchen als Lifestyle-Produkt: In nahezu 70 Ländern der Erde verkauft die Firma Novatex GmbH („Baby-Nova”) aus Pattensen bei Hannover bunt bedruckte Trinkflaschen, Trinklernbecher, Schnuller und viele Accessoires rund ums Baby.

 

 

 

Der lustige Zauberer gehört ebenso zum Programm wie der in den Farben des Fußballvereins gehaltene Hannover-96-Schnuller oder die kultige Rock-Star-Baby-Reihe in Kooperation mit der Rockgruppe Bon Jovi. Und jährlich 150 Millionen Flaschensauger.

 

 

 

Was ist das für eine Firma, die so was macht?

 

 

 

In einer Scheune fing alles an

 

 

 

„Mein Vater hat aus fast nichts etwas ganz Großes gemacht“, sagt Geschäftsführer Armin Struckmeier (45) und breitet die Arme aus, um seinen Worten mehr Nachdruck zu verleihen. Sein Vater war es, der die Firma vor 26 Jahren gemeinsam mit einem Kom­pagnon gründete. Gelagert wurden die Babyartikel zunächst in einer Scheune.

 

 

 

Die ist längst riesigen, modernen Lagerhallen gewichen. Auf rund 20 Hektar Fläche erstreckt sich der schmucke Firmensitz; auf höchster hygienischer Reinheitsstufe werden hier in abgeschlossenen Räumen Schnuller zusammengesetzt und getestet. Und die Geschicke liegen nicht mehr in den Händen des Seniors und dessen Partner, sondern in denen des Sohnes.

 

 

 

„Wir haben einfach Glück gehabt, weil wir in einer Nische unterwegs sind“, sagt Struckmeier. Nur zwölf Babyartikelhersteller gebe es derzeit weltweit. „Außerdem kennen wir uns natürlich ganz gut aus“, fügt er hinzu. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, um den elterlichen Betrieb eines Tages gut geschult zu übernehmen.

 

 

 

 

 

 

 

85 Mitarbeiter führt der zweifache Familienvater heute in der Zentrale in Pattensen, weitere 45 in der Produktionsstätte in Langenstein (Sachsen-Anhalt) und 40 in Ashland im US-Bundesstaat Ohio. Die derzeit sieben Azubis wird er vermutlich alle übernehmen. „Am besten ist es, sich seine Leute selbst auszubilden“, betont Struckmeier. Schließlich wisse man dann, auf was man zählen könne.

 

 

 

Trotz des Erfolgs ganz bodenständig

 

 

 

Obwohl der Umsatz zu drei Vierteln aus dem Ausland kommt, bleibt der Schwerpunkt der Produktion in Deutschland. „Dieses Jahr wird die Firma um etwa 10 Prozent wachsen, nächstes Jahr vermutlich wiederum um 20 Prozent“, prognostiziert Struckmeier. Das ist Anlass, über eine neuerliche Erweiterung des Betriebs nachzudenken. Wann und an welchem der beiden deutschen Standorte dies geschehen soll, weiß er aber noch nicht.

 

 

 

120 Tage im Jahr ist Struckmeier auf dem Globus in Sachen Schnuller & Co. unterwegs. Trotz seines Erfolgs ist er bodenständig geblieben. In Pattensen sieht man ihn auf dem Fußballplatz des örtlichen Sportvereins. Auch das Schützenfest möchte er nicht missen. „Das bedeutet mir extrem viel“, hebt der Unternehmer hervor.

 

 

 

Hin und wieder greift Struckmeier sogar zu Pinsel und Farbe und zaubert futuristisch anmutende Bilder auf großformatige Leinwände.

 

 

 

Sigrid Krings

 

 

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