Mittelstand

Ein Schrittmacher des Internets


Keymile liefert Netztechnik an Telekommunikationsanbieter

Hannover. Keymile ist überall: Wenn sich Miet-Fahrräder mit dem Handy finden lassen, wenn Zugführer per Funk auf Nummer sicher gehen müssen oder wenn in kleinen Dörfern schnelle Internet-Anschlüsse gefordert sind, dann stecken wahrscheinlich die Hannoveraner dahinter. Keymile liefert Netztechnik an Telekommunikationsanbieter.

Verborgene Technik am Straßenrand

35 Ortschaften in Niedersachsen stehen zum Beispiel auf dem Ausbauplan. Sie sollen in diesem Jahr mit Datengeschwindigkeiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde surfen können. Das übernimmt Keymile-Technik in Form meist grüner Steckbretter, die mit Elektronik gespickt sind. Otto Normalsurfer bekommt das alles nie zu sehen, weil die Technik in grauen Schaltschränken am Straßenrand wettersicher verborgen ist.

In Frankfurt und Karlsruhe stattet Keymile Fahrräder der Bahn mit elektronischen Schlössern aus, die sich über GPS orten und per Mobilfunk freischalten lassen. Kunden brauchen eine entsprechende Applikation („App“) für ihr Smartphone und lassen sich damit zum nächsten freien Fahrrad navigieren. „Für das Schloss gibt es einen Zahlencode“, erklärt Keymile-Geschäftsführer Björn Claaßen.

Viele Zeitarbeiter fanden feste Jobs

Der Netztechnik-Hersteller hat die Krise ohne Kurzarbeit  überstanden und erwartet mit neuen Produkten und mehr Mitarbeitern ein Rekordjahr. Beim Umsatz soll es in diesem Jahr um 15 Prozent nach oben gehen auf 120 Millionen Euro, schätzt Claaßen.

Die Stammbelegschaft in Hannover ist in den letzten eineinhalb Jahren um gut 10 Prozent auf 223 aufgestockt worden. Wie so oft haben auch bei Keymile frühere Zeitarbeitskräfte eine feste Anstellung gefunden.

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