Erfindungen

Ein Hauch von James Bond

Der Unternehmer Matthias Otto und sein irres Fluggerät

Hildesheim. Erste Testflüge im Persischen Golf vor Dubai sind absolviert, erste Aufträge aus Saudi-Arabien liegen vor: Mit dem „Jetlev-Flyer“, der mit Wasserstrahl-Antrieb bis zu zehn Meter hoch über Gewässern fliegen kann, gibt es jetzt ein neues Spielzeug für superreiche James-Bond-Fans. Gebaut wird das Gerät, das bereits im Internet angeboten wird, in Hildesheim: von der Maschinenbau- und Elektronikfirma Otto Otto GmbH.

Der Jetlev sieht aus wie ein Rucksack für Extrem-Wanderer. Der Pilot sitzt auf einer Art Rennrad-Sattel und hat in Armhöhe zwei drehbare Steuerknüppel. Ein Rohr in der Mitte des Tragegestells teilt sich v-förmig hin zu den beiden seitlichen Düsen – dem Antrieb. Von hier schießt Wasser heraus, das ein 250-PS-Motor in einem unten mitfahrenden Schnellboot durch einen Schlauch hochpumpt.

Der Erfinder des Jetlevs, der US-Amerikaner Raymond Li, hatte mehr als sechs Jahre an dieser Idee gearbeitet: Entweder war die Ausrüstung zu schwer oder die Steuerung zu schlecht oder der Motor zu schwach. Doch solche Probleme sind es, die Matthias Otto magisch anziehen: „Als ich davon erfuhr, war es um mich geschehen.“

Seine Firma, die sowohl Mechanik- als auch Elektronik-Komponenten produziert, machte sich daran, alles neu zu konzipieren, auch alles neu zu zeichnen. „Mein erster Flug war Anstrengung pur“, sagt Matthias Otto, „aber auch Spaß  pur.“


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