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Ein Betrieb im Ball-Fieber


Projektmanagement mal ganz anders: Mitarbeiter von KKT Frölich stellen den „Beach-Cup“ auf die Beine

Einmal im Jahr wird die Kleinstadt Osterode im Harz zum Anziehungspunkt für Beach-Volleyball-Fans aus ganz Norddeutschland. Der Spitzensport auf feinstem Sand wird fast im Alleingang von Mitarbeitern der KKT Frölich organisiert. Jetzt richteten sie, am ersten Juni-Wochenende, bereits die fünfte Veranstaltung aus.

185 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, davon 35 (!) Auszubildende. Vor allem für den Nachwuchs ist die Umsetzung des Events eine prägende Erfahrung: „Das sind Emotionen und Informationen, von denen die jungen Leute lange profitieren“, sagt Susanne Dörnte, Assistentin der KKT-Geschäftsführung.

Sponsorenlauf für einen guten Zweck

Gerhard Pankratz, Azubi im zweiten Lehrjahr: „Auf den Beach-Cup freuen wir uns das ganze Jahr.“ Tribünen bauen, Sand verteilen, Bandenwerbung aufhängen – alles ist im Detail geplant. Es ist Projektmanagement der besonderen Art, mit straffem Zeitplan. „Auch die Nachtwache gehört dazu“, erzählt Pankratz.

Firmenchef Sven Vogt, selbst begeisterter Volleyballer, lockt mit dem Beach-Cup Top-Sportler in das Harz-Städtchen – und erzeugt zugleich in seiner Firma eine besondere Form von Wir-Gefühl: Das Ball-Fieber erfasst alle Mitarbeiter bei KKT, fünf Tage lang, Mittwoch bis Sonntag.

Der Zulieferer für die Automobil-, Medizin-, Elektro- sowie Luft- und Raumfahrt-Industrie intensiviert mit dem Event überdies den Kontakt zu den Schulen vor Ort. Die bereichern das Programm mit Läuferstaffeln: Per Sponsorenlauf wird Geld für die von Vogt mitgegründete „Kindersportstiftung am Harz“gesammelt.

Der Kontakt zu den benachbarten Schulen ist KKT sehr wichtig. Schließlich ist in dem Harz-Städtchen inzwischen zu spüren, dass die Zahl der Lehrstellen-Bewerbungen geringer wird. „Wir stehen dabei vor einer doppelten Herausforderung“, erklärt Vogt. „Auf der einen Seite müssen wir mehr junge Menschen in unsere Betriebe hereinholen. Auf der anderen Seite müssen diejenigen, die schon bei uns sind, tendenziell länger und flexibler arbeiten können als bislang.“

„Hier ist es abwechslungsreich“

Im Verbund mit anderen örtlichen Betrieben zeigt KKT den jungen Leuten, wie spannend Berufe in der Industrie sind. Man kann dabei auf eine gute Entwicklung verweisen: Als Vogt 1999 bei KKT einstieg, lag der Umsatz umgerechnet bei rund 15 Millionen Euro, die Firma schrieb rote Zahlen – heute macht man Gewinne und setzt rund 40 Millionen Euro um. Auch Mädchen haben hier gute Chancen, etwa die angehende Industriekauffrau Yvonne Raschke

Sie steht kurz vor der mündlichen Prüfung und wird wohl in der Firma bleiben. „Gern in der Personalabteilung, weil es besonders abwechslungsreich ist“, sagt sie. Natürlich zählt auch sie zu den Helfern beim Beach-Cup.

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