Clevere Neuentwicklung

Eilhauer Maschinenbau, ContiTech und die Hochschule Hannover machen Hydraulik sparsamer

Langenhagen. Jan Pielsticker ist kein Praktikant wie jeder andere. Der Student, der bei Eilhauer Maschinenbau die Welt der Metall- und Elektro-Industrie kennenlernte, steht für ein Gemeinschaftsprojekt – zwischen dem Langenhagener Unternehmen, dem Kautschuk- und Kunststoffspezialisten ContiTech und der Hochschule Hannover.

Ziel der Partnerschaft war es, eine möglichst energiesparende Hydraulik zu konstruieren.

Die clevere Lösung hilft beim Vulkanisieren von Fördergurten

Pielsticker ging dieser Aufgabenstellung bei Eilhauer genauer auf den Grund und präsentierte sie einem Fachpublikum: „Statt der Hydraulik ständig Energie zuzuführen, regelt ein Ventil das System ab, sobald der notwendige Druck aufgebaut ist“, so der Maschinenbau-Student. Der Motor schaltet ab und muss nur wieder anspringen, wenn das System durch Leckagen oder Bewegung Druck verliert.

Eine Lösung, die auch die Ingenieure von ContiTech interessiert. Schließlich könnte die Technik bei der Vulkanisation beispielsweise von Fördergurten oder Luftfedern Energie und Kosten sparen. „Das ist ein gutes Innovationsbeispiel durch eine Wertschöpfungspartnerschaft, von der alle Beteiligten profitieren“, erklärt Jens Fechner, Leiter der Marktkommunikation bei ContiTech.

Schon seit gut einem halben Jahrhundert pflegt das internationale Technologie-Unternehmen eine Wertschöpfungspartnerschaft mit Eilhauer. Die Hochschule ist jetzt erstmals mit im Boot.

Für Eilhauer zahlt sich die Zusammenarbeit mit der Hochschule doppelt aus. „Die Ergebnisse geben uns Impulse für künftige Entwicklungen, und wir lernen angehende Ingenieure kennen, die später vielleicht bei uns ihre berufliche Heimat finden“, sagt Geschäftsführer Thomas Kämper. Nachwuchssicherung ist auch ein Grund, weshalb das rund 60 Mitarbeiter zählende Unternehmen unterschiedliche Praktika anbietet, darunter jedes Jahr mindestens ein Fachpraktikum für Studenten.

Jan Pielsticker konnte so sein theoretisches Wissen praktisch umsetzen – von der Konstruktion über den Aufbau des Modells samt Messtechnik bis hin zur Programmierung für die Auswertung. Unter realen Bedingungen, denn das Projekt musste pünktlich zur Präsentation abgeschlossen sein: „Da musste ich auch schon mal abends und am Wochenende ran.“

An der Hochschule treibt die Fakultät Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik bereits das nächste Projekt voran. Für die Wennigser Wasserräder, ein beliebtes Ausflugsziel, konstruieren die Studenten ein Objekt. Es wird Bälle auf einen Kurs schicken, die dann Dinge in Bewegung setzen. Die Kraftübertragung erfolgt über einen Antriebsriemen von ContiTech, und gebaut wird die Maschine von Azubis bei Eilhauer.

„Eine besonders originelle Anwendung für ein ContiTech-Produkt“, freut sich Fechner.


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