Millionen-Projekt

Eigenes Kraftwerk sichert die Zukunft

20-Millionen-Projekt: Die neue Anlage soll das Werk künftig mit Strom versorgen. Foto: Werk

Nordenham. Endspurt für ein Großprojekt: Das Chemie-Unternehmen Kronos Titan baut ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk für die Produktion von Titandioxid-Pigmenten. Die Anlage in Nordenham (Niedersachsen) soll Ende des Jahres in Betrieb gehen und den Strombedarf am Standort (rund 370 Mitarbeiter) decken.

„Das Kraftwerk besteht aus zwei Turbinen, drei Dampfkesseln und drei Generatoren“, sagt Projektleiter Bernd Kügler. Gas wird verbrannt und treibt eine Turbine an, die wiederum Strom produziert. „Die Abwärme wird verwendet, um Wasserdampf zu erzeugen“, ergänzt Kügler. Bis zu 105 Millionen Kilowattstunden kommen im Jahr zusammen – mehr als nötig. Was übrig bleibt, wird deshalb ins öffentliche Netz eingespeist.

Modernisierung schont die Umwelt

Rund 20 Millionen Euro nimmt der US-Mutterkonzern für den Bau in die Hand. „Für uns ist das die größte Investition seit 25 Jahren und klar eine Form der Zukunftssicherung“, sagt Werkleiter Peter Aengeneyndt.

Die Eigenproduktion erhöht die Unabhängigkeit des Betriebs von der Energiepreisentwicklung und schont zusätzlich die Umwelt: Gut 30.000 Tonnen Kohlendioxid spart sie jährlich ein.

Circa 60.000 Tonnen Titandioxid verlassen pro Jahr das Werk. Die mineralische Substanz ist vor allem als Weißpigment in Farben, Lacken, Kunststoffen und Papier bekannt.


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