Auf die Dosis kommt’s an

Dosierpumpen-Spezialist sera setzt auf Wertschätzung und Vertrauen

Immenhausen. Routiniert und mit viel Fingerspitzengefühl dreht Josef Paparella die letzte Schraube fest. Nach wenigen Handgriffen ist die Dosierpumpe fertig und geht, nach einer letzten Qualitätskontrolle, in den Versand.

Seit über 25 Jahren arbeitet Paparella bei sera in Immenhausen, fühlt sich ganz als „seraner“. Die Firmengruppe mit Tochterunternehmen in Großbritannien, Spanien und Südafrika zählt zu den weltweit führenden Betrieben auf dem Gebiet der Dosier- und Kompressoren-Technik.

sera ist dabei, wann immer es auf die exakte Dosierung, Förderung und Kompression von Flüssigkeiten und Gasen ankommt. „Und wir bieten effiziente und optimal auf die Kundenbedürfnisse abgestimmte Lösungen“, betont Geschäftsführer Carsten Rahier.

So helfen die Produkte in einer der größten Brauereien Südafrikas beim Bierbrauen oder in einem deutschen Pharma-Unternehmen bei der Herstellung eines Blutverdickungsmittels. Und in Autowaschanlagen sorgt sera für die Dosierung der Reinigungsmittel.

Menschen begeistern mit inspirierender Unternehmenskultur

Im Jahr 1945 hatten Reinhold Seybert und Hubert Rahier das Unternehmen gegründet, um Haushaltsgeräte und Maschinen herzustellen.

Für die chemische Industrie entwickelten sie schon bald die erste oszillierende Doppelmembran-Dosierpumpe und legten so den Grundstein für die Firmengruppe. Heute beschäftigt sera 220 Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro erwirtschafteten. Wie Paparella verstehen sich die meisten von ihnen als seraner.

„Innovation, Wertschätzung und Vertrauen sind die Grundpfeiler unserer Unternehmenskultur, und damit kann man Menschen begeistern und motivieren“, sagt Rahier.

Er setzt auf vielfältige Karrieremöglichkeiten, gezielte Weiterbildung, individuelle Förderung und Alterssicherung. Man arbeitet in einer schlanken zweistufigen Hierarchie, fördert die Kreativität durch Räume der Inspiration und für Körper und Geist (Body and Soul), unterstützt interne Yoga- oder Pilates-Kurse und vieles mehr.

Einmal im Jahr ist ein Nachmittag frei, um sich beim Umwelttag gemeinsam für die Stadt und die Nachbarschaft zu engagieren.

Wer neu dazukommt, muss erst einmal in der Produktion arbeiten und zum Beispiel an der Seite von Josef Paparella Pumpen montieren. „Eine tolle Idee“, findet der. „Denn so weiß jeder, was wir bei sera machen, wie die Pumpen aussehen und funktionieren, und man lernt sich besser kennen.“

Zusammen mit Vertrauensarbeit und einer inspirierenden Unternehmenskultur bindet sera Menschen schon in dritter Generation. Rahier: „Man muss innovativ und wertschätzend sein, Vertrauen haben und das vorleben – so kann man Menschen begeistern und motivieren.“


Umweltaktivitäten von sera

Foto: Werk
Foto: Werk
  • Am Bärenloch, einer Lichtung im Immenhäuser Stadtwald, befreiten Mitarbeiter von sera vor kurzem beim Umwelttag junge Eichen von Wildwuchs, damit sie besser wachsen können.
  • Der jährlich stattfindende Aktionstag wurde 2013 von sera ins Leben gerufen, um die Stadt, Menschen und Natur durch verschiedene Aktionen zu unterstützen.

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