Naturwissenschaften

Diese vier Lehrer aus Niedersachsen begeistern junge Leute mit einem super Schulunterricht


Hannover. Doppelte Anerkennung für Anke Schneider: Die Realschullehrerin aus Wildeshausen, die jetzt von der Stiftung NiedersachsenMetall einen Preis erhielt, bekam von ihren offensichtlich begeisterten Schülerinnen und Schülern überdies noch ein T-Shirt. Aufdruck: „Das tapfere Schneiderlein“.

Bei einer Feier zum zehnjährigen Jubiläum der Stiftung, mit Ministerpräsident Stephan Weil und Starmoderator Ranga Yogeshwar, wurde die 44-Jährige zusammen mit drei weiteren Lehrern geehrt: für ihren herausragenden Einsatz in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz „MINT“.

„Es ist toll zu sehen, mit welcher Begeisterung meine Schüler bei der Sache sind“, reicht Schneider das Lob weiter. „Da wird auch schon mal in der Pause durchgearbeitet und getüftelt“ , sagt die Lehrerin. In ihrem Unterricht geht es vor allem um Robotertechnik. Die Jugendlichen lösen mit kleinen Robotern schwierige Aufgaben und programmieren selbst Computerspiele.

Auch Gudrun Klasmeyer aus Braunschweig und Oliver Michele aus Wolfenbüttel erhielten die mit jeweils 5.000 Euro dotierte Auszeichnung. Ein Sonderpreis in Höhe von 2.500 Euro ging an den Mathematiklehrer Rainer Böhm aus Göttingen. Allen ist gemeinsam: Ihr Einsatz kennt keinen festen Stundenplan.

Die Hälfte mehr angehende Ingenieure als noch im Jahr 2003

Ministerpräsident Weil würdigte das nunmehr zehnjährige Bestehen der Stiftung NiedersachsenMetall: Diese sei „bedeutsam im Kampf gegen den Fachkräftemangel“ – und mit Blick auf den demografischen Wandel sei sie „von existenzieller Bedeutung für uns alle“.

Sie habe, ergänzte Volker Schmidt, Stiftungsvorstand und Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands NiedersachsenMetall, „ihren Teil dazu beigetragen, dass wir in Niedersachsen seit Jahren einen Anstieg derjenigen erleben, die eine entsprechende Ausbildung oder ein Studium beginnen.“ So sei die Zahl der Studienanfänger in den Ingenieurwissenschaften von 2003 bis 2013 um die Hälfte gestiegen.

Entscheidend ist die tägliche Arbeit in den Schulen. Anke Schneider ist auf das T-Shirt der Schüler genauso stolz wie auf den Preis der Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbandes. „Es ist zu meinem liebsten Kleidungsstück geworden.“

Kommentar

Foto: Verband
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Bilanz kann sich sehen lassen

Von Dr. Joachim Kreuzburg Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung NiedersachsenMetall

Kaum jemand denkt bei „MINT“ an Pfefferminzbonbons: Die Abkürzung aus „Mathe“, „Informatik“, „Naturwissenschaften“ und „Technik“ hat sich zu einem eigenständigen Begriff entwickelt. Die Zukunftsfähigkeit unseres Landes hängt unmittelbar von unserem Einsatz für eine bessere MINT-Bildung junger Menschen ab.

Dieser Erkenntnis ließ der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall bereits im Jahr 2003 Taten folgen – und gründete zur Gewinnung des künftigen Fachkräftenachwuchses die Stiftung NiedersachsenMetall. Ein Engagement, das bundesweit seinesgleichen sucht.

Die Stiftung ist als verlässlicher und kompetenter Ansprechpartner in der niedersächsischen Bildungslandschaft etabliert. Mit vielfältigen Projekten, von der Förderung von Grundschulkindern bis zum Berufs- oder Studieneinstieg von Schulabgängern, hat sie zu einer Verbesserung der MINT-Bildung beigetragen. Das erfüllt uns mit Stolz und Zuversicht.

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