Lampen im Härtetest

Diese Leuchten trotzen Vandalen


Hamburg. Wenn Reisende sich nachts im Berliner Hauptbahnhof sicher fühlen, liegt das auch an einer Firma aus Hamburg: Für helles Licht am Bahnsteig sorgen Leuchten der Norddeutschen Kunststoff- und Elektrogesellschaft Stäcker (Norka).

Ob Haltestellen, U-Bahnhöfe, Tunnel, Unterführungen, Waschanlagen, Kühlhäuser oder Produktions- und Lagerhallen: Immer, wenn es knifflig wird, kommt das Familienunternehmen ins Spiel.

Hieb mit dem Baseball-Schläger

„Je nach Bedarf halten unsere Leuchten Hitze und Kälte, Säuren und Laugen aus “, sagt Tim Leinberger, Leiter operatives Marketing. Manche seien „quasi unzerstörbar“. Das verdanken sie einem sehr belastbaren Kunststoff, dem Polycarbonat.

Im hauseigenen Lichtlabor muss das Material Härtetests bestehen: Die Leuchten werden in Chemikalien eingelegt, in Hitze- und Kältekammern gesteckt, mit Wasser besprüht und manuell kräftig bearbeitet. „Zu Demozwecken dreschen wir auch mal mit einem Baseball-Schläger auf unsere Produkte ein“, berichtet Leinberger. Der Kunde erschrickt, den Kunststoff kratzt es nicht: „Den kriegen Sie nicht kaputt“, so der Manager stolz.

Das Problem: Zwar schützt der Kunststoff die Leuchte, doch schluckt das dicke Plastik auch Helligkeit. Deshalb sorgt eine ausgeklügelte Reflektortechnik für eine optimierte Lichtlenkung. Leinberger: „Das spart enorm Energie.“ Am Ende steht ein robustes Produkt, das Vandalen, Chemikalien und den Elementen trotzt.

„Unsere Leuchten tun auch nach 40 Jahren noch ihren Dienst“, so der Manager. Produziert werden die Leuchten im Werk Dörverden-Hülsen, einem kleinen Ort zwischen Bremen und Hannover. 250 Mitarbeiter sorgen dafür, dass jährlich mehrere Hunderttausend Stück von dort aus nach Europa, Südafrika und Australien gehen.

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