Ergonomie: Bücken war gestern

Diese Gabelstapler sind bequem – und sparen Energie


Moosburg. Jungheinrich denkt an die Gesundheit der Fahrer: Ergonomie ist neben der Energie-Effizienz ein ganz wichtiges Thema in der Entwicklung von Gabelstaplern.

„Der Fahrer braucht eine gute Sicht“, erklärt Bernd Tüshaus, Geschäftsführer des Werks im oberbayerischen Moosburg. „Er soll sich nicht verrenken müssen, um zum Beispiel eine Palette zu sehen, die er aufnimmt und transportiert.“

Auch an leichter Bedienbarkeit tüfteln die Entwickler immer weiter. Ein Schaltknopf reicht, um die Gabel auf und ab, nach links und rechts, vor und zurück zu bewegen. „Der Fahrer muss sich heute nicht mehr bücken, um Schalter oder Hebel zu erreichen“, sagt Tüshaus. Klar, das schont den Rücken.

In Moosburg stellt der Konzern, dessen Zentrale in Hamburg sitzt, mit mehr als 1.000 Mitarbeitern Gegengewichtsstapler (das Heck ist aus schwerem Gusseisen) mit Elektro- oder Dieselmotor her. Und Hochregalstapler, die Last und Fahrer bis zu 16,5 Meter in die Höhe hieven.

18.000 Fahrzeuge wurden 2012 produziert

„2012 haben wir in Moosburg etwa 18.000 Fahrzeuge produziert“, berichtet der Chef. Die Stärke von Jungheinrich sei nicht nur die Premium-Qualität, sondern auch ein Paket aus Gerät und Software für eine optimale Lagerhaltung.

Zudem können Stapler geleast oder gemietet werden. Die meisten werden ganz nach Kundenwunsch gebaut. Das reicht von der Größe und der Farbe bis zu Sonderanfertigungen für die sogenannte Lastaufnahme.

Tüshaus erzählt von einer schottischen Brennerei, für die das Werk einen Stapler mit einem Whiskyfass-Wender hergestellt hat. „Damit werden die gefüllten Fässer gedreht und wieder eingelagert.“

Mit einer anderen Spezialanfertigung von Jungheinrich transportiert eine holländische Käsefabrik ihre großen Laibe zum Waschen.

In Sachen Energie-Effizienz geht es vor allem darum, dass die Batterie in einem Elektro-Stapler bei normaler Auslastung für die Dauer von zwei Schichten – also 16 Stunden – durchhält. „In den restlichen acht Stunden des Tages kann der Akku dann aufgeladen werden“, sagt Tüshaus.

Das ist aber nur mit einigen Kniffen zu schaffen. Beispiel: „Die Energie aus dem Bremsen und aus dem Runterfahren der Gabel mit Last wird in die Batterie zurückgespeist“, erklärt Tüshaus. „Das ist in der Branche mittlerweile Standard.“

Aber es kommt auch darauf an, den Stromverbrauch optimal zu steuern. Wenn der Stapler zum Beispiel beschleunigt und gleichzeitig die Gabel angehoben wird, wird die Geschwindigkeit ganz kurz reduziert. „Der Fahrer bemerkt das nicht einmal“, betont Tüshaus. Ein Spitzenverbrauch von Energie wird so aber verhindert.

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