3-D-Druck auf Bestellung

Dienstleister C. F. K. in Kriftel macht Bauteile für fast jede Branche

Ob Medizintechnik, Maschinenbau oder Luftfahrt: Der Dienstleister C. F. K. im hessischen Kriftel produziert komplexe Bauteile mit dem 3-D-Drucker. AKTIV hat sich das mal angesehen.

Gut geschützt: Kadir Yavuz bedient die hochmoderne Laserschmelz-Anlage. Foto: Scheffler

Gut geschützt: Kadir Yavuz bedient die hochmoderne Laserschmelz-Anlage. Foto: Scheffler

Kennerblick: Bülent Calis und Christoph Over (rechts) begutachten ein fertiges Bauteil. Foto: Scheffler

Kennerblick: Bülent Calis und Christoph Over (rechts) begutachten ein fertiges Bauteil. Foto: Scheffler

Kriftel. Feinster Metallstaub: Damit kennt sich Kadir Yavuz aus. Tagtäglich hat er damit zu tun, denn er bedient eine Anlage zum Laserschmelzen. Schicht für Schicht wird dabei zum Beispiel Titanpulver zu sehr komplexen Teilen aufgebaut, die nach herkömmlichen Methoden in einem Stück so gar nicht produziert werden könnten.

Zum Schutz von Lunge und Bronchien trägt er deshalb bei der Arbeit eine Atemschutzmaske. „Eigentlich ist sie überdimensioniert, aber sie ist praktisch, und ich habe mich längst an sie gewöhnt“, sagt er und widmet sich den kleinen Bauteilen, die er gerade der Maschine entnommen hat.

Es sind winzige Implantate, die bei Operationen an der Wirbelsäule benötigt werden, und nun noch den letzten Schliff bekommen. Yavuz ist einer von 70 Mitarbeitern des Dienstleisters C. F. K. Die drei Buchstaben stehen für CNC Fertigungstechnik Kriftel. Das Unternehmen zählt zu den führenden Zentren für additive Fertigung in Metall und hochpräzise Draht-, Senk- und Bohr-Erosion. Über einen Funken werden dabei winzigste Späne kraftlos, aber extrem genau selbst aus härtestetem Metall abgetragen.

Für die unterschiedlichsten Branchen, vom Maschinenbau bis zu Luftfahrt- und Medizintechnik, werden so Bauteile hergestellt, vom Einzelstück und Prototyp bis zu Serien. Dabei greift C. F. K. auf rund 30 Jahre Fertigungserfahrung zurück. „Wir sind gefragt, wenn es sehr filigran wird oder ungewöhnliche Geometrien in härtestes Metall gewendelt werden müssen“, erläutert Geschäftsführer und Mitinhaber Christoph Over.

Neueste Fertigungstechnologien kombiniert für optimale Ergebnisse

Doch auch dem Erodieren sind in der Fertigung Grenzen gesetzt. Geht es um noch kompliziertere Teile, zum Beispiel mit Hohlräumen und vielen ineinandergreifenden Löchern und Kanälen, setzt der promovierte Maschinenbau-Ingenieur deshalb auf die additive Lasertechnologie als Ergänzung zur konventionellen Fertigung.

Er war an der Uni RWTH Aachen selbst an der Entwicklung dieser Technologie beteiligt und arbeitet zu Forschungszwecken bis heute eng mit der Hochschule und den Fraunhofer-Instituten für Lasertechnik und für Produktionstechnik zusammen.

Over: „Das Geheimnis unsers Erfolgs liegt in der Fülle unserer Möglichkeiten und der Kombination der verschiedenen Fertigungstechnologien, um ein optimales Ergebnis für den Kunden zu erzielen.“


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