Ausbildung

Die Zusammenhänge verstehen


Solide Ausbildung: Fabian Brandes schätzt die Vielseitigkeit – und erlebt sich als Bindeglied zwischen den Abteilungen. Foto: Sienk

Warum der Fördertechnik-Spezialist Transnorm seine Mechatroniker so schätzt

Harsum. Wenn Fabian Brandes (21) zu einer Baustelle fährt oder ein Messe-Exponat installiert, ist er als Mechatroniker gut gerüstet: Der Mitarbeiter des Fördertechnik-Spezialisten Transnorm System GmbH weiß mechanische Elemente aufzubauen, er darf Motoren und Sensoren elektrisch anschließen, und er kann Programmierungen in der SPS vornehmen. In dreieinhalb Jahren Ausbildung den Stoff und das handwerkliche Geschick von drei Berufen lernen – geht das?

„Natürlich nicht“, sagt Personalleiterin Anja Hagenmüller. „Das ist auch nicht das Ziel der Ausbildung.“ Die Firma in Harsum vor den Toren Hildesheims ist ein Beispiel dafür, dass Mechatroniker eben nicht ihre Kollegen in den klassischen Fächern ablösen.

Universell einsetzbar

Vielmehr kümmern sich die Mechatroniker bei Transnorm um eigene Aufgaben, etwa den technischen Service und die Inbetriebnahme. Es sind autarke ­Vielseitigkeitsreiter, das macht sie so universell einsetzbar. Fabian Brandes konnte erleben, wie er nach seiner Ausbildung zu einem gern gesehenen Bindeglied zwischen den Abteilungen wurde: „Wir haben streckenweise alle zusammen gelernt – da kennt jeder den anderen.“ Der hochgewachsene Blondschopf arbeitet seit 2007 für das Unternehmen, engagiert sich zudem als Jugend- und Ausbildungsvertreter.

„Mir gefällt die Vielseitigkeit im Job“, sagt Brandes.

Er blickt auf sein Elternhaus zurück: „Mein Vater hat Werkzeugbauer gelernt, er war vom Wissen her ähnlich breit aufgestellt.“ Vielseitigkeit: Das bringt auch auf den Punkt, warum Betriebe wie Transnorm diese Ausbildung jährlich immer wieder neu anbieten. Personalleiterin Hagenmüller: „Die sind wirklich gut darin, fachübergreifend Zusammenhänge zu verstehen.“

Thorsten Sienk

 

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