Alternde Belegschaften

Die wertvollen Älteren


Wertvoller Berater: Mit 67 Jahren kümmert sich Horst Heineke (links) um große Auslandsprojekte. Foto: Fricke

Körting Hannover AG: Erfahrung als Wettbewerbsvorteil

Hannover. Auch zwei Jahre nach dem Eintritt in den Ruhestand findet man Horst Heineke (67) regelmäßig bei seinem alten Arbeitgeber: Bei der Körting Hannover AG kümmert sich der ehemalige Abteilungsleiter Konstruktion um Großprojekte in China und Indien.

Ausgestattet mit einem Beratervertrag, hilft er seinen Ex- Kollegen, spricht mit ihnen Pläne und Probleme durch, sucht nach Lösungen und unterstützt die Experten vor Ort in Asien, wo er mit den Gegebenheiten bestens vertraut ist.

Es zählt die Qualifikation

Das Familienunternehmen entwickelt, produziert und vertreibt seit rund 140 Jahren verfahrenstechnische Apparate und Anlagen. „Im Mittelpunkt“, erklärt Vorstand York Fusch, „stehen seit jeher maßgeschneiderte Lösungen bis hin zur schlüsselfertigen Anlage – fast alles Unikate.“

Unter den rund 250 Beschäftigten sind fast 100 Ingenieure, der Jahresumsatz liegt bei rund 40 Millionen Euro. Zurzeit werden 18 junge Menschen ausgebildet. Dabei geben die älteren Mitarbeiter, ähnlich wie Mentoren, ihr Wis- sen an die Jüngeren weiter.

Einen Jugendwahn hat es hier nie gegeben. „Wir wollen die Mitarbeiter möglichst ein Leben lang an die Firma binden“, sagt Fusch. Das Durchschnittsalter beträgt zurzeit 44,5 Jahre, 56 Mitarbeiter sind 55 Jahre und älter. Es zählt die Qualifikation – erst vor wenigen Wochen wurde ein 57-Jähriger eingestellt. Vorurteile wie „zu teuer, zu unproduktiv, zu oft krank“ gelten nicht.

 

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