Globalisierung

Die Wachstumsmärkte fest im Blick


Bei ContiTech arbeiten schon 57 Prozent im Ausland

Hannover. Die Kautschuk-Industrie richtet ihren Blick auf die Wachstumsmärkte in den aufstrebenden Schwellenländern. „In China läuft es hervorragend für uns“, sagte Heinz-Gerhard Wente, der Vorstandschef von ContiTech, auf der Hannover Messe.

Er berichtete: „Wir haben im Herbst in Changchun ein Werk für Automobil- und Industrieschlauch-Systeme in Be- trieb genommen.“ Es stellt mit 550 Mitarbeitern gut 3 Milli-onen Schlauchleitungen pro Jahr her. „Unsere Kunden sind lokale wie internationale Automobil-Hersteller und Anlagenbauer.“

Das Unternehmen ist seit 30 Jahren in China präsent, beschäftigt dort derzeit rund 2.000 Mitarbeiter. Vor einem Jahr waren es 1.100 – und die Belegschaft wächst kontinuierlich weiter. Ab Sommer wollen die Hannoveraner von einem weiteren Standort Fördergurte produzieren. Selbst im schwierigen Jahr 2009 wuchs ContiTech dort um 34 Prozent. Bis 2014 soll der Umsatz in China von 133 Millionen auf 300 Millionen Euro steigen. Entscheidend sei die Nähe zum Kunden, betont Wente. „Wir wollen ihm vor Ort bei Neuentwicklungen und mit Beratung schnell zur Seite stehen.“

Kompetenzzentren in Deutschland

Deshalb legt ContiTech sein Augenmerk auch auf Brasilien und Indien. In Indien ist ContiTech mit zwei eigenen Produktionsstätten vertreten: In Kolkata stellen 700 Mitarbeiter Transportbänder her, ein weiteres Werk fertigt Antriebsriemen und Schläuche.

Von den aktuell 26.000 Mitarbeitern sind 57 Prozent im Ausland beschäftigt – Tendenz steigend. Dennoch schlägt das Herz weiterhin in Deutschland. „Es bleibt ein bedeutender zentraler Markt“, versichert der ContiTech-Chef.

So hat der Konzern in Korbach, Hannoversch Münden und Hannover „Kompetenzzentren“ eingerichtet und letztes Jahr über 60 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert.

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