Berufswahl

Die Technikschau „IdeenExpo“ gibt Frauen den entscheidenden Impuls für eine Karriere in der Industrie

Posieren für die Technik-Schau: Janine Eichmann, Carmen Fricke und Lara-Maria Bartels (von links). Foto: Gossmann

Hannover. Die drei jungen Frauen auf dem großen Bild links haben zwei Dinge gemeinsam. Erstens haben sie sich für einen naturwissenschaftlich-technischen Berufsweg entschieden: Janine Eichmann arbeitet als Mechatronikerin; Carmen Fricke ist Industriemechanikerin und beendet demnächst ihr duales Studium der Produktionstechnik; Lara-Maria Bartels schließlich studiert Molekularbiologie.

Und zweitens kam der Anstoß bei allen von der „IdeenExpo“: der Mega-Technikschau für Jugend­liche, die 2013 gut 340.000 Besucher auf das Messegelände Hannover lockte und 2015 erneut ihre Tore öffnet.

2015 läuft das Event zum nächsten Mal – vom 4. bis 12. Juli

„Nach der Schule“, erinnert sich zum Beispiel die 22-jährige Carmen Fricke, „wusste ich nicht, was ich machen wollte.“ Auf der IdeenExpo 2009 begegnete sie erstmals ihrem heutigen Arbeitgeber VW Nutzfahrzeuge. „An dessen Ausstellungsstand erläuterten mir damals Dual-Studenten sehr anschaulich die Aufgaben und Tätigkeitsbereiche. Das hat mich überzeugt.“

Seit 2007 begeistert die im Zweijahresrhythmus stattfindende IdeenExpro stetig mehr Schüler, Lehrer, Studenten und Eltern für die MINT-Berufe (das Kürzel steht für Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). „Sie ist inzwischen die größte Job- und Ausbildungsplatzbörse für technisch interessierten Nachwuchs weltweit“, sagt Olaf Brandes, Bildungsexperte des Arbeitgeberverbands NiedersachsenMetall.

Oft der entscheidende erste Kontakt

Brandes betont die Zielgenauigkeit: „Wir haben beim letzten Mal 190.000 Jugendliche der Klassen 8 bis 13 erreicht – also genau die, bei denen der Übergang in Ausbildung und Beruf ansteht.“ Zudem kamen 25.000 Studenten; laut Umfrage knüpfte jeder Vierte dabei den entscheidenden Kontakt zu seinem wahrscheinlich ersten Arbeitgeber. Die Bundesagentur für Arbeit hatte 100 Berufsberater vor Ort.

Beim nächsten Mal in 17 Monaten soll die Ausstellungsfläche noch einmal um ein Drittel größer werden. Zugleich laufen erste Gespräche über eine finanzielle Unterstützung des Bundes. Übrigens sollen auf jeden Fall wieder mindestens 50 Prozent der Besucher weiblich sein. Denn auch das war ein erklärtes Ziel: Frauen und Technik zusammenzubringen. Wie die drei auf dem Foto.


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