Weiterbildung

Die Techniker-Schule als Sprungbrett


Wissenschaftliche Studie attestiert ihr eine noch höhere „Bildungsrendite“ als der Universität

Gelnhausen. Zwei Jahre lang die Schulbank drücken, montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr – um anschließend zurückzukehren in die Metall- und Elektro-Industrie: Viele Facharbeiter haben in den letzten Jahren das Sprungbrett der Techniker-Schule in Hannover genutzt, um als Meister oder Techniker einen noch verantwortungsvolleren Job zu übernehmen.

8,3 Prozent pro Jahr

Eine solche Weiterbildung verspricht nicht nur einen sichereren Arbeitsplatz. Sondern auch eine hohe „Bildungsrendite“. Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) ermittelt. Die Bildungsrendite zeigt, wie stark sich ein anfänglicher Lohnverzicht später in Form höherer Einkommen verzinst. Dazu hat das IW zwei Beispiele durchgerechnet:

  • Wer mit 17 Jahren eine dreijährige Lehre beginnt und mit 25 die zweijährige Ausbildung zum Meister oder Techniker dranhängt, der verzichtet zunächst auf 64.500 Euro. So viel mehr nämlich kassiert ein Ungelernter, der sich sowohl die Ausbildung als auch die Aufstiegsfortbildung schenkt und in dieser Zeit – für seine Verhältnisse – normal verdient.

Allerdings erzielt unsere Beispielfigur natürlich später höhere Einkünfte als sein ungelernter Kollege. Dieses Einkommensplus reicht aus, um die entgangenen Einkommen zu kompensieren und zusätzlich mit 8,3 Prozent pro Jahr zu verzinsen. 

  • Wer mit 17 Jahren stattdessen noch drei Jahre weiter die Schule besucht, das Abitur macht und anschließend nach sechs Jahren einen Hochschul-Abschluss, der verzinst seinen anfänglichen Einkommensverzicht dagegen „nur“ mit 7,5 Prozent pro Jahr.

Ein weiterer Befund der IW-Studie: Bei den Meistern und Technikern waren im Jahr 2008 nur 2,9 Prozent der Männer und 3,7 Prozent der Frauen arbeitslos. Bei den Akademikern waren es dagegen 3,0 und 4,0 Prozent.

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Schlagwörter: Fortbildung

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