Wirtschaftskrise

„Die schwierige Zeit mit Kurzarbeit überbrücken“


Arno Arnold setzt weiter auf den heimischen Standort in Obertshausen

Obertshausen. „Was machst Du? Faltenbälge?“ Andreas Reichelt, seit zehn Jahren Fein­schweißer bei Arno Arnold, hat schon oft erklären müssen, was er an seinem Arbeitsplatz tut. Und da hilft die Ziehharmonika. Denn Herzstück dieses Mu­sikinstruments ist ein Faltenbalg. „Schon kann man sich die Schutzabdeckungen, die wir hier produzieren, vorstellen“, erzählt Reichelt.

Rollabdeckungen und Faltenbälge von Arno Arnold sind weltweit in der industriellen Fertigung gefragt. Egal ob be­wegliche Teile an Anlagen ge­schützt werden müssen oder dafür gesorgt werden soll, dass sich niemand an den beweglichen Teilen verletzt.

Stammpersonal halten

Der Ideenreichtum des Un­ternehmens wurde in den letzten Jahren vom Markt belohnt. Mit den Umsätzen wuchsen Mitarbeiterzahl und auch die Produktionsfläche.

„Mit über 10 Millionen Euro Umsatz war 2008 das beste Jahr der Unternehmensgeschichte“, so Simone Weinmann-Mang, Ur-Enkelin des Firmengründers, die das Familien-Unternehmen gemeinsam mit ihrem Mann Wolf M. Mang führt.

 

Doch als Zulieferer des Ma­schinenbaus schlägt die aktuelle Wirtschaftskrise auch hier zu. „Unsere Kunden verschieben die Liefertermine um fünf bis sechs Monate, Neubestellungen kommen kaum rein, jeder wartet ab. Das ist ein böser Kreislauf“, sagt die Unternehmerin.

Zunächst wurden die prall gefüllten Arbeitszeitkonten ab­gebaut. Aktuell läuft Kurzarbeit, die auch für Zeitarbeitnehmer gilt. So soll die schwierige Zeit überbrückt werden. Weinmann-Mang: „Kriselt es länger, hoffen wir, zumindest das qualifizierte Stammpersonal halten zu können.“ Sie ist optimistisch: „Unsere Vorgänger haben zwei Weltkriege und mehrere Wirtschaftskrisen überstanden. Dann packen wir das auch.“

Statt wie viele Konkurrenten in den 90er-Jahren die Produktion ins Ausland zu verlagern, baute Arno Arnold lieber die Entwicklungsabteilung weiter aus. „Hier ist unsere Heimat, hier gehören wir hin, und hier haben  wir  auch  Verantwortung für unsere Mitarbeiter und deren Familien“, begründet  die  Unternehmerin  die Entscheidung.

Als Erster der Branche richtete Arnold sogar ein eigenes Technologiezentrum ein. Hier werden Neuentwicklungen ge­prüft und die Belastbarkeit im Produktionsbetrieb getestet.

Technologieführer der Branche

Über 80 Materialien stehen für die Produktion von Faltenbälgen und Abdeckungen zur Verfügung. Je nach Anforderungen können sie Temperaturen von bis zu 600 Grad Celsius schadlos überstehen und auch Säuren standhalten. 

Arno Arnold gilt als Technologieführer der Branche, ist der Konkurrenz stets eine Na­sen­länge voraus. „Innovation ist  Tradition“, so Si­mone Weinmann-Mang.

Maja Becker-Mohr

 

Info: Arno Arnold

Das Familien-Unternehmen in Obertshausen ist ein international gefragter Zulieferbetrieb des Maschinenbaus, der sich ganz auf die Entwicklung und Produktion von Schutzabdeckungen für die industrielle Fertigung spezialisiert hat. 2008 erwirtschafteten 82 Mitarbeiter einen Umsatz von über 10 Millionen Euro.

www.arno-arnold.de

Arno Arnold setzt weiter auf den heimischen Standort in Obertshausen

Obertshausen. „Was machst Du? Faltenbälge?“ Andreas Reichelt, seit zehn Jahren Fein­schweißer bei Arno Arnold, hat schon oft erklären müssen, was er an seinem Arbeitsplatz tut. Und da hilft die Ziehharmonika. Denn Herzstück dieses Mu­sikinstruments ist ein Faltenbalg. „Schon kann man sich die Schutzabdeckungen, die wir hier produzieren, vorstellen“, erzählt Reichelt.

Rollabdeckungen und Faltenbälge von Arno Arnold sind weltweit in der industriellen Fertigung gefragt. Egal ob be­wegliche Teile an Anlagen ge­schützt werden müssen oder dafür gesorgt werden soll, dass sich niemand an den beweglichen Teilen verletzt.

Stammpersonal halten

Der Ideenreichtum des Un­ternehmens wurde in den letzten Jahren vom Markt belohnt. Mit den Umsätzen wuchsen Mitarbeiterzahl und auch die Produktionsfläche.

„Mit über 10 Millionen Euro Umsatz war 2008 das beste Jahr der Unternehmensgeschichte“, so Simone Weinmann-Mang, Ur-Enkelin des Firmengründers, die das Familien-Unternehmen gemeinsam mit ihrem Mann Wolf M. Mang führt.

 

Doch als Zulieferer des Ma­schinenbaus schlägt die aktuelle Wirtschaftskrise auch hier zu. „Unsere Kunden verschieben die Liefertermine um fünf bis sechs Monate, Neubestellungen kommen kaum rein, jeder wartet ab. Das ist ein böser Kreislauf“, sagt die Unternehmerin.

Zunächst wurden die prall gefüllten Arbeitszeitkonten ab­gebaut. Aktuell läuft Kurzarbeit, die auch für Zeitarbeitnehmer gilt. So soll die schwierige Zeit überbrückt werden. Weinmann-Mang: „Kriselt es länger, hoffen wir, zumindest das qualifizierte Stammpersonal halten zu können.“ Sie ist optimistisch: „Unsere Vorgänger haben zwei Weltkriege und mehrere Wirtschaftskrisen überstanden. Dann packen wir das auch.“

Statt wie viele Konkurrenten in den 90er-Jahren die Produktion ins Ausland zu verlagern, baute Arno Arnold lieber die Entwicklungsabteilung weiter aus. „Hier ist unsere Heimat, hier gehören wir hin, und hier haben  wir  auch  Verantwortung für unsere Mitarbeiter und deren Familien“, begründet  die  Unternehmerin  die Entscheidung.

Als Erster der Branche richtete Arnold sogar ein eigenes Technologiezentrum ein. Hier werden Neuentwicklungen ge­prüft und die Belastbarkeit im Produktionsbetrieb getestet.

Technologieführer der Branche

Über 80 Materialien stehen für die Produktion von Faltenbälgen und Abdeckungen zur Verfügung. Je nach Anforderungen können sie Temperaturen von bis zu 600 Grad Celsius schadlos überstehen und auch Säuren standhalten. 

Arno Arnold gilt als Technologieführer der Branche, ist der Konkurrenz stets eine Na­sen­länge voraus. „Innovation ist  Tradition“, so Si­mone Weinmann-Mang.

Maja Becker-Mohr

 

Info: Arno Arnold

Das Familien-Unternehmen in Obertshausen ist ein international gefragter Zulieferbetrieb des Maschinenbaus, der sich ganz auf die Entwicklung und Produktion von Schutzabdeckungen für die industrielle Fertigung spezialisiert hat. 2008 erwirtschafteten 82 Mitarbeiter einen Umsatz von über 10 Millionen Euro.

www.arno-arnold.de

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