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Themenwelten in Klein

Die Produkte von Faller Modellbau aus dem Schwarzwald sind in über 60 Ländern gefragt

Ob Schwarzwaldhof, Kirmes oder Kathedrale: Der Traditionsbetrieb aus Gütenbach ist Spezialist für Modelleisenbahn-Zubehör. Faller hat aber auch etwas ganz anderes entwickelt: Ein digitales Fahrsystem für Miniatur-Autos.

Das fasziniert viele: Miniatur-Landschaften mit täuschend echten kleinen Details. Foto: Eppler

Das fasziniert viele: Miniatur-Landschaften mit täuschend echten kleinen Details. Foto: Eppler

Romantisch: Dieses Modell einer verschneiten Landschaft ist eine Auftragsarbeit für die Stadt Triberg. Foto: Eppler

Romantisch: Dieses Modell einer verschneiten Landschaft ist eine Auftragsarbeit für die Stadt Triberg. Foto: Eppler

Er weiß, was gefragt ist: Der Entwicklungschef Hendrik Mielke. Foto: Eppler

Er weiß, was gefragt ist: Der Entwicklungschef Hendrik Mielke. Foto: Eppler

Auch ein Faller-Produkt: Beim „Car System Digital“ fahren Miniatur-Fahrzeuge satellitengesteuert über die Straßen. Foto: Eppler

Auch ein Faller-Produkt: Beim „Car System Digital“ fahren Miniatur-Fahrzeuge satellitengesteuert über die Straßen. Foto: Eppler

Steuerung: Solche kleinen Satelliten, die man über der Anlage anbringt, senden ihre Signale an die Mini-Autos. Foto: Eppler

Steuerung: Solche kleinen Satelliten, die man über der Anlage anbringt, senden ihre Signale an die Mini-Autos. Foto: Eppler

Detailgetreu: Man kann die verschiedensten Szenen und Themenwelten nachbauen. Foto: Werk

Detailgetreu: Man kann die verschiedensten Szenen und Themenwelten nachbauen. Foto: Werk

Tatütata: Die Autos sind auch mit Licht und Sound ausgestattet. Foto: Werk

Tatütata: Die Autos sind auch mit Licht und Sound ausgestattet. Foto: Werk

Handarbeit: Faller beschäftigt 98 Mitarbeiter, zum Beispiel in der Montage. Foto: Eppler

Handarbeit: Faller beschäftigt 98 Mitarbeiter, zum Beispiel in der Montage. Foto: Eppler

Probefahrt: Alle fertig montierten Mini-Autos werden einzeln getestet. Foto: Eppler

Probefahrt: Alle fertig montierten Mini-Autos werden einzeln getestet. Foto: Eppler

Raffiniert: In den Miniatur-Autos stecken sechs Jahre Entwicklungszeit. Foto: Eppler

Raffiniert: In den Miniatur-Autos stecken sechs Jahre Entwicklungszeit. Foto: Eppler

Workshop: Modellbau-Fans können bei Faller Kurse buchen. Foto: Werk

Workshop: Modellbau-Fans können bei Faller Kurse buchen. Foto: Werk

Gütenbach. Im Büro von Hendrik Mielke gibt’s einen Bahnhof. Und ein Hallenbad. Der Mann ist Entwicklungschef bei Faller Modellbau, hier stehen Bauwerke in klein und viele Bausätze in Kartons: der alte Bahnhof vom Lago Maggiore, ein Haus aus dem Emmental, ein Riesenrad. Von wegen, Modelleisenbahnen sind out: Dieses Zubehör ist in über 60 Ländern gefragt!

Zwar liegt längst nicht mehr so oft wie früher eine Modellbahn unterm Weihnachtsbaum. Doch der Traditionsbetrieb aus dem Schwarzwald-Ort Gütenbach stellt mit 98 Mitarbeitern pro Jahr immerhin rund eine Million Produkte her. Und ist heute auch erfolgreich mit einem Fahrsystem für Modellautos, die per Computer, Ultraschall und Mini-Satelliten gesteuert werden.

„Car System Digital“: Kleine Autos fahren satellitengesteuert

An einem Modell zeigt Mielke, wie das „Car System Digital“ funktioniert: Auf dem Laptop sieht man den Straßenplan und die Autos. Mielke stellt per Mausklick die Geschwindigkeit ein und schaltet Ampeln. Schon fahren die Autos los, halten Abstand, bremsen bei Rot. Die Vorderachse folgt einer in den Straßen verlegten Schleife. „Aufbauen kann das fast jeder“, so Mielke. Mit dem Produkt, in dem sechs Jahre Entwicklung stecken, habe Faller einen neuen Kundenkreis dazugewonnen – junge Familien mit Kindern. Auch Unternehmen nutzen das Fahrsystem: Denn damit kann man alles Mögliche veranschaulichen vom Palettenverfolgungssystem bis zu Warentransportströmen.

Fans haben höhere Ansprüche als früher

Viele Kunden sind aber noch klassische Modelleisenbahner: Häufig Best Ager (die Altersgruppe ab 50 Jahren), vor allem Männer, die sich Kindheitsträume erfüllen. „Fans pflegen ihr Hobby heute viel professioneller als früher“, so der Entwicklungsleiter. Beispiel Bodenbelag: „Früher benutzten viele einfach eingefärbte Sägespäne.“ Heute seien Premium-Produkte gefragt. Er zieht ein paar Faller-Produkte aus dem Regal: „Waldboden“, „Landschafts-Segment“, „Blätter-Follage“ steht drauf.

Workshops zu bestimmten Themen

Bei Faller gibt’s auch Workshops. Hier tüfteln Fans an Themen wie „Fahrzeugumrüstung“ oder „rauschender Wildbach“. Indes wird auch auf anderen Erdteilen an idyllischen Landschaften gebastelt. „In vielen Ländern entstehen aktuell große Schau-Anlagen, und die Nachfrage steigt“, freut sich Mielke. Etwa in den USA, China, Japan und Australien.


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