Intelligente Profiküchen

Die neue Welt des Kochens


Reutlingen. Ein Smartphone kann ja viel. Aber kochen? Zumindest ist es mittels neuester Technik möglich, die Kochzeit und Temperatur eines Gerichts per Tablet-PC oder Smartphone zu steuern. Das ersetzt zwar nicht den Koch, macht aber die Arbeit in Großküchen und bei Veranstaltungen viel einfacher.

Kochen mithilfe des Internets: Der Reutlinger Küchentechnik-Spezialist Rieber setzt auf solche Technologien. Denn Profikochen muss nicht nur gesund, sondern auch möglichst effizient sein.

Das Familienunternehmen liefert Großküchen, Thekenanlagen und Ausgabe-Stellen. Abnehmer sind unter anderem Schulen, Betriebe, Caterer, Restaurants und Kliniken. „In unserem Sortiment haben wir alles für die Zubereitung, Lagerung, Kühlung, den Transport und die Ausgabe von Speisen“, sagt Marketingleiter Ralph Martin.

Chipgesteuert kochen bei der Fußball-WM in Kapstadt

Immer häufiger werden die Speisen in einer zentralen Küche vorbereitet und vor Ort fertig gegart – frisch und gesund. Auch dafür ist Rieber Experte. Zum Einsatz kam diese Art des Profikochens etwa bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Kapstadt. Das Essen für Sportler und Betreuer wurde vorgekocht transportiert. Und dann vor Ort per Knopfdruck servierfertig gemacht, chipgesteuert. Alles mit Küchenkomponenten aus Reutlingen.

Exportleiter Walter Seiz ist seit 25 Jahren bei Rieber. „Die Kernkompetenz unserer 600 Mitarbeiter ist auch heute noch die Bearbeitung von Edelstahlblechen, insbesondere das Tiefziehen“, sagt er. „Unsere Produkte werden jedoch immer intelligenter.“

Im Lauf der Zeit hat Rieber das professionelle Kochen immer weiter systematisiert: Bereits 1964 brachte das Unternehmen genormte Standardbehälter auf den Markt. Dann erhielt der Edelstahl einen Aluminiumkern, um die Wärmeleitung des Materials zu verbessern.

Ein weiteres Entwicklungs-Highlight sind luftdichte Deckel. Denn im Vakuum bleiben Speisen länger frisch. Für Caterings, auch bei privaten Veranstaltungen, hat Rieber schließlich immer kleinere bewegliche Geräte entwickelt, die sehr energieeffizient sind.

Elektronik und die Computertechnologie hielten schließlich Einzug in das System. Die Behälter sind mit Sensoren ausgestattet, welche die Kühlung oder Warmhaltung lückenlos überwachen und dokumentieren.

Damit leistet Rieber sogar einen Beitrag zum Bürokratieabbau. Seiz: „Die bisher übliche Zettelwirtschaft für den Wirtschaftskontrolldienst fällt damit weg.“

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