Nützlich im Herbst

Die machen das Laub weg: Maschinen von Wiedenmann aus Rammingen

Gepflegter Rasen, saubere Straßen, dafür sorgen 100 Mitarbeiter von Wiedenmann bei Ulm. Sie bauen Maschinen, die man an Kompakttraktoren anhängt: Der stärkste Laubbläser pustet pro Sekunde sieben Kubikmeter Luft raus.

Für den Export: Dieses Modell, ein Multitalent in der Rasenpflege, geht in die USA. Foto: Mierendorf

Für den Export: Dieses Modell, ein Multitalent in der Rasenpflege, geht in die USA. Foto: Mierendorf

Parkpflege: Hier gibt’s jetzt richtig viel zu tun. Foto: Werk

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Montage: Im Hauptwerk des Unternehmens bei Ulm arbeiten 100 Mitarbeiter. Foto: Mierendorf

Montage: Im Hauptwerk des Unternehmens bei Ulm arbeiten 100 Mitarbeiter. Foto: Mierendorf

„Innovationen sind unsere Lebensversicherung.“ Jürgen Wiedenmann, Unternehmer. Foto: Mierendorf

„Innovationen sind unsere Lebensversicherung.“ Jürgen Wiedenmann, Unternehmer. Foto: Mierendorf

Rammingen. Wenn der Herbstwind braune, rote und goldene Blätter sanft durch die Luft schaukelt, finden viele Spaziergänger das schön. Jürgen Wiedenmann hat für die Freude einen ganz speziellen Grund: Mit seinen beiden Brüdern führt er in Rammingen bei Ulm ein Unternehmen, das Maschinen für die Laubbeseitigung produziert. Die werden jetzt wieder gebraucht, so malerisch das Laub auch anzusehen ist.

Warum müssen die Blätter überhaupt weg? „Die Kommunen sind in der Pflicht, Wege freizuräumen“, weiß Wiedenmann. Denn feuchtes Laub kann rutschig sein wie Glatteis. Auf öffentlichen Grünflächen dürften die Blätter zwar liegen bleiben – „doch dann kann das Grün ersticken“. So fällt zum Beispiel in Stadtparks, die in der Summe häufig mehrere Tausend Bäume haben, einiges an Arbeit an.

Am Hauptsitz nahe Ulm beschäftigt Hersteller Wiedenmann 100 Leute, weitere 130 in Ungarn. Die Maschinen, die in beiden Werken montiert werden, sind stets Anbaugeräte für Fahrzeuge wie etwa Kompakttraktoren. Für die Blätterbeseitung werden oft Laubbläser eingesetzt. Das stärkste Modell von Wiedenmann, der „Mega Twister“, pustet pro Sekunde sieben Kubikmeter Luft über Plätze, Wege und Grünflächen.

Er hat nun auch einen verstellbaren Auslass und eine Flüsterturbine, die das Betriebsgeräusch minimiert. „Innovationen sind unsere Lebensversicherung“, sagt Wiedenmann. Denn: Sein Unternehmen hängt stark an den Kommunen. Und die stehen vielfach unter Sparzwang. „Geld geben sie häufig nur für Maschinen aus, die einen echten Mehrwert schaffen“, schildert der Unternehmer.

Deshalb ist der Wettbewerb hart. Die Mitarbeiter bringen pro Jahr mindestens zwei neue Lösungen auf den Markt. Und das nicht nur für die Laubbeseitigung, sondern beispielsweise auch fürs Straßenkehren, Schneeräumen und Salzstreuen und natürlich die Rasenpflege, etwa auf Fußball- und Golfplätzen.

Stolz ist die Belegschaft unter anderem auf das neueste Schneeschild, das in der Breite verstellbar ist: Damit macht es weitere Geräte überflüssig.

Auf neue Ideen kommen die Mitarbeiter unter anderem, indem sie sich den Arbeitsprozess bei den Kunden anschauen: Wo gibt es Probleme, was könnte man noch verbessern? 70 Prozent aller Wiedenmann-Maschinen gehen ins Ausland – zum Beispiel nach England und in die USA, das sind die Länder mit den meisten Golfplätzen weltweit.

Für die Kunden zählt Zuverlässigkeit

Allein für die Laubpflege bietet Wiedenmann neben Laubbläsern und -saugern die verschiedensten Maschinen an. Die einen mahlen das Laub klein und arbeiten es als Mulch gleich wieder in den Boden ein. Die anderen nehmen es auf, häckseln und verdichten es extrem, um Volumen zu sparen.

Dabei zählt für die Kommunen auch Zuverlässigkeit. „Service ist unser großer Pluspunkt“, so Wiedenmann. „Wenn ein Kunde heute ein Ersatzteil bestellt, dann sorgen wir dafür, dass er es am nächsten Morgen um sechs Uhr vor der Tür liegen hat.“


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