Schüler

Die Jagd nach der Kugel mit den Ecken


43. Hessischer Mathematik-Wettbewerb

Frankfurt. Gleichungen mit einer Unbekannten, Prozentrechnen, Bruchrechnen und Geometrie: Über drei Runden wurde fieberhaft gekämpft und geknobelt, wurden Zahlen addiert und subtrahiert, multipliziert und dividiert. „Dann standen die Sieger des 43. Hessischen Mathematik-Wettbewerbes fest, auch wenn der Vorsprung zum Teil sehr knapp war“, so Wettbewerbsleiterin Yvonne Hartwich.

Leistungstest für 58.000 Schüler

In der Kategorie Hauptschulen belegte Janos Schulze Niehoff von der Kasseler Wilhelm-Lückert-Schule den ersten Platz. Bei den Gymnasien war Kilian Klug vom Ulrich-von-Hutten-Gymnasium in Schlüchtern der Beste. Und Nino Krämer, Elisabethenschule in Hofheim, gewann in der Kategorie Realschulen: „Mathe macht mir Spaß. Aber dass ich so weit komme, habe ich nie erwartet.“

Rund 58.000 Schülerinnen und Schüler der achten Klassen von 524 Haupt- und Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen haben diesmal teilgenommen. Die 18 Besten wurden im Rahmen einer Feierstunde bei der Samson AG in Frankfurt geehrt. Neben einer Urkunde erhielten sie Geld- und Sachpreise.

Die drei Gewinner konnten sich zudem über eine ungewöhnliche Trophäe freuen. Statt Siegerpokal ging an die besten Mathe-Asse traditionell ein Ikosaeder, das ist ein hochsymmetrischer Körper aus 20 Dreiecken.

Doch es muss nicht immer der erste Platz sein, um richtig zu jubeln. Realschülerin Jenni Gabel (14) von der Erich-Kästner-Schule in Rosbach war glücklich über ihren fünften Platz. „Auf dem Gymmi war Mathe nicht mein Ding, aber nach dem Wechsel auf die Realschule hat’s Klick gemacht.“

Ihr Schulleiter Joachim Pehlke bedauert, dass Mathe „so ein angstbesetztes Fach ist“. Für ihn steht fest: „Ohne Angst lassen sich Talente viel leichter entdecken und entsprechend fördern.“

„Wie die Luft zum Atmen“

Andreas Lenz, Ministerialdirigent beim Hessischen Kultusministerium, lobte das Können der Jugendlichen: „Die Auswertungen haben gezeigt, dass die mathematischen Grundlagen von den Schülern immer sicherer beherrscht werden.“

Auch Professor Dieter Weidemann, Vorstandsvorsitzender von Hessenmetall, beglückwünschte die Schüler: „Innovationen und moderne Ingenieurtechnik sind ohne Höchstleistungen in Mathematik und Naturwissenschaften nicht zu haben.“

Die Bedeutung der Mathematik für die Industrie wurde anschaulich demonstriert durch eine interaktive Ausstellung der Samson-Azubis. Sie erläuterten Theorie und Praxis von Mathe im Betrieb.

„Mathematik ist für uns so selbstverständlich wie die Luft zum Atmen“, betonte Mathias Ganz, Personalleiter des Spezialisten für Mess- und Regeltechnik. Das Unternehmen beschäftigt am Standort rund 1.400 Mitarbeiter.

 

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