Gemeinsam stärker

Die Firma Dunkermotoren bildet Azubis mit einem Partnerbetrieb aus

Bonndorf. Bernadette Anderhuber dreht den kleinen Turm mit den leuchtenden Lämpchen in der Hand. Die 20-jährige Frau und die zwei jungen Männer an ihrer Seite sind Auszubildende der Firma Dunkermotoren in Bonndorf und haben schon vor ihrem Start ins Berufsleben so ein Türmchen gebaut. Der „HeDu“-Turm entsteht bei den gleichnamigen Projekttagen, die das Unternehmen jährlich anbietet, um junge Menschen für eine Ausbildung bei Dunker zu begeistern.

Das kommt gut an: „90 Prozent unserer Bewerber haben die HeDu-Tage besucht“, sagt Personalleiterin Renate Heizmann. HeDu steht für die Ausbildungspartnerschaft zwischen dem Nachbarunternehmen Hectronic und Dunkermotoren. Schon 2005 entschlossen sich die beiden Bonndorfer Unternehmen, bei der Ausbildung zusammenzuarbeiten. „Ich kannte die Kooperation schon durch meinen Bruder und war sofort begeistert“, sagt die angehende Industriemechanikerin Anderhuber.

Und Personalleiterin Heizmann erklärt: „Damit bieten wir unseren Azubis eine deutlich attraktivere Ausbildung und bekommen gleichzeitig die kompetenteren Fachkräfte für unser Unternehmen.“

Grundausbildung in Mechanik und Elektronik

Die Idee war, die Stärken der beiden Unternehmen bei der Ausbildung zu bündeln: Dunkermotoren produziert mit etwa 800 Mitarbeitern am Stammsitz in Bonndorf elektrische Antriebslösungen, beispielsweise für automatische Schiebetüren. Hectronic entwickelt Angebote rund um das Thema Parken und Tanken, wie etwa Parkscheinautomaten.

„Unsere Kompetenz liegt vor allem in der Entwicklung von Antriebskomponenten wie Motoren und Getriebe und in der Serienfertigung von Antriebslösungen, die von Hectronic besonders in der Elektronik und in der Projektarbeit“, erläutert Heizmann.

Die Auszubildenden lernen damit unterschiedliche Produkte und Arbeitsweisen kennen, und sie erhalten eine mechanische und eine elektronische Grundausbildung. Diese Kooperation war für Robin Probst (19) ein Glücksfall. Er konnte seine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme bei Dunkermotoren starten, seinem Wunscharbeitgeber. „Nach meinem Abschluss will ich bei der Firma bleiben.“ Probst wird dann als Fertigungsprüfer im Motorenbau eingesetzt. Die Grundlagen in der Elektronik hat er bei Hectronic erworben, zum Beispiel wie man Leiterplatten bestückt und Schaltkreise programmiert.

Wichtig für Dunkermotoren: „Wir brauchen bei uns gut ausgebildete Elektroniker, weil der Anteil elektronischer Teile in unseren Motoren stetig wächst“, erläutert Ausbilder Andreas Koliska.

Auch den 22-jährigen Tobias Baier, Student an der Dualen Hochschule in Lörrach, hat die Kooperation davon überzeugt, seinen Berufsweg hier zu beginnen. Er schätzt zudem, was sein Arbeitgeber ihm zusätzlich bietet, wie Ausflüge mit den Azubis von Hectronic. „Besonders das zweitägige Fahrsicherheitstraining hat mir gefallen“, erzählt er.

„Ein ganz großes Thema“ ist die Kooperation auch für den neuen Geschäftsführer Uwe Lorenz: „Das hilft uns bei der Gewinnung von Fachkräften und der Entwicklung von Kompetenzen und sichert so auch unsere Zukunft“.


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