Konjunktur

Die Aufholjagd geht weiter

Blitzumfrage der Arbeitgeber Ruhr: Drei von zehn Metall- und Elektro-Betrieben planen neue Jobs

Essen. Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie (M+E) im Revier blicken recht zuversichtlich ins Jahr 2011. Das Gros der Betriebe will deshalb zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer neuen Blitzumfrage der Arbeitgeber Ruhr. Dies ist eine Gemeinschaft aus 16 Arbeitgeberverbänden mit Sitz in Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen.

Drei Viertel der Unternehmen erwarten, dass die deutschen Kunden im ersten Halbjahr 2011 mehr bestellen oder das Auftragsniveau aus dem Inland zumindest so hoch bleibt wie derzeit.

44 Prozent der M+E-Betriebe rechnen außerdem damit, dass mehr Aufträge aus dem Ausland hereinkommen oder es weiterhin so gut läuft wie bisher. Allerdings bereitet das Exportgeschäft vielen Betrieben auch Sorgen.

Mehr Geld für neue Arbeitsplätze

Immerhin 24 Prozent befürchten, dass sie auch in den nächsten Monaten zu wenig Auslandsorders verbuchen werden – oder sich die Auftragslage sogar noch weiter verschlechtern wird. 36 Prozent wollten sich zu dieser Frage freilich nicht äußern, was die Aussagekraft des Ergebnisses einschränkt.

Alles in allem aber macht die Umfrage deutlich: Unterm Strich überwiegen die Optimisten. Auch was die Ertragserwartungen betrifft:

64 Prozent der Unternehmen rechnen mit gleichbleibenden und 25 Prozent gar mit höheren Gewinnen.

Die Zuversicht macht sich auch in der Personalplanung bemerkbar. So wollen 29 Prozent zusätzliche Stellen schaffen, lediglich 2 Prozent befürchten einen Abbau.

Die Aufholjagd der M+E-Branche im Revier geht also weiter. Das ist auch notwendig, denn: 42 Prozent der befragten Unternehmen ist vom Vorkrisenniveau noch deutlich entfernt.


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