Fluidtechnik

Dichtungen für Trude und die Queen Mary 2


Merkel Freudenberg Fluidtechnik kennt sich micht höchsten Drücken aus

Hamburg. Kennen Sie „Trude“? So jedenfalls haben die Hamburger Bürger liebevoll die gigantische Bohrmaschine genannt, die ihnen in zweieinhalb Jahren die vierte Elbtunnelröhre gebohrt hat. Ein riesiges Projekt, höchste Anforderungen für Mensch und Technik.

Die Merkel Freudenberg Fluidtechnic in Hamburg  ist spezialisiert auf solche Anforderungen. „Wir entwickeln und produzieren Dichtungen, die vor allem in der Schwerindustrie höchsten Drücken standhalten müssen“, erklärt Bernd Baas, Produktmanager bei Merkel Freudenberg. Solche Dichtungen hat das Unternehmen auch für Trude geliefert, genauer gesagt für ihr  Herz, das Hauptlager.

Wenn etwas hydraulisch bewegt werden muss, fühlen sich die Hamburger sofort herausgefordert. Baas: „Je größer, desto besser.“ Zum Beispiel am größten Bauwerk der Welt, dem Drei-Schluchten-Staudamm in China. „Werden die mächtigen Schleusentore betätigt,  ist das eine hohe Beanspruchung fürs Material“, sagt Baas.

Oder die Schiffsschraube der „Queen Mary 2“. Nicht auszudenken, wenn der Luxusliner eine unfreiwillige Pause einlegen muss, weil Salzwasser ins Antriebs-Gehäuse dringt.

Den Produkten sieht man nicht an, dass es sich um Hightech handelt. Das Erfolgsgeheimnis liegt in der Rezeptur für die Gummimischung. Großserien sind selten, kleine Stückzahlen völlig normal.

Tunnelbohrung in Schanghai

Doch dafür hält die Dichtung einem Druck von bis zu 2.000 Bar stand. Zum Vergleich: Ein U-Boot ist beispielsweise in 100 Metern Tiefe einem Druck von zehn Bar ausgesetzt.

Techniker und Ingenieure von Merkel Freudenberg suchen im neuen Forschungszentrum des Konzerns in Weinheim nach  optimalen Materialzusammensetzungen.

Unterm Hafen von Schanghai ist zurzeit eine andere Riesen-Bohrmaschine unterwegs. Sie heißt zwar nicht „Trude“, doch die mächtigen Dichtungen von Merkel Freudenberg schützen auch ihr Herz.

WF

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