Mehr Effizienz

Deutsche „Klassiker" für Japans Frauen


Arzneiproduktion in Weimar: Eine Mitarbeiterin von Bayer HealthCare bestückt eine Verpackungsmaschine. Foto: Sturm

Bayer baut Werk für Hormonpräparate in Thüringen aus

Weimar. Es wird gebaut in Thüringens berühmter Klassiker-Stadt. Kein Goethe-Denkmal, kein Schiller-Saal entsteht im Gewerbegebiet Weimar Nord: Der Weltkonzern Bayer investiert dort 21 Millionen Euro in sein Werk. Zunächst wird ein neues Produktionsgebäude errichtet; bis zum Sommer sollen die Anlagen schon installiert sein.

Bayer HealthCare in Weimar produziert das komplette Sortiment der oralen Hormonpräparate des Konzerns. Das sind Verhütungsmittel (die „Pille“) und Hormon-Ergänzungsmittel für Mann und Frau. 2011 stieg die Produktion von Tabletten deutlich. Auch der Absatz von in Weimar fertig verpackten Medikamenten nahm kräftig zu. Die gehen zum großen Teil vom Supply Center in Berlin aus auf die Reise.

Höhere Anforderungen an die Reinheit

Bei der Erweiterung geht es nicht nur um mehr Produktion – sondern auch um „bessere Abläufe in den bestehenden Anlagen“, wie Werkleiter Alfred Merz hervorhebt. „Wir legen Wert auf Effizienz.“ Die Produktionskosten sollen weiter sinken, das Werk für die Anforderungen der nächsten Jahre eingerichtet sein. Denn es liefert vor allem ins Ausland, in über 100 Staaten, auch nach Japan. Und der Wettbewerb schläft nicht.

Bayer HealthCare will mit der Investition auch gestiegene Anforderungen an Reinheit und Sicherheit in der Produktion erfüllen. Zu viel hängt davon ab. So arbeiten die 495 Mitarbeiter und 35 Lehrlinge zum Beispiel unter Reinraum-Bedingungen wie in der Chip-Produktion.

Neu am Standort Weimar ist auch eine zweijährige Ausbildung für junge Mitarbeiter in der Verpackung. Diese eingerechnet bietet das Werk fünf Ausbildungsberufe an.

 

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