Bildung

Deutlich mehr in der Tasche


Höhere Bezahlung für Azubis in M+E-Betrieben

Bremen. Auszubildende verdienen in der norddeutschen Metall- und Elektro-Industrie besser als in vielen anderen Branchen. 2010 bekamen sie in tarifgebundenen Betrieben im ersten Lehrjahr 818 Euro brutto monatlich. In diesem Jahr steigt die tarifliche Vergütung noch mal: auf 840 Euro im ersten und 890 Euro im dritten Jahr. Zum Vergleich: Im Schnitt kam ein Auszubildender 2010 auf 688 Euro.

Wettbewerb um Nachwuchs

Den Grund für das hohe Lehrlingssalär nennt Hans-Günter Trepte vom Arbeitgeberverband Nordmetall: „Wir wollen die Besten, da darf auch das Geld stimmen.“ So mancher kleiner oder mittelständischer Betrieb müsse sich für diese Summen aber ganz schön strecken.

Dennoch stehen die Unternehmen zu der attraktiven Vergütung. Wie die Bremer Gestra AG. Der Mittelständler produziert Armaturen sowie Steuer- und Regelungstechnik für die Energiewirtschaft. Vorstandschef Lutz Oelsner: „Im harten Wettbewerb um den geeigneten Nachwuchs sind angemessene Lehrgehälter ein gutes Argument.“

Außerdem ziehen viele junge Leute eigens für die Ausbildung bei Gestra nach Bremen. Ein gutes Einkommen macht ihnen die Suche nach einem Zimmer leichter.

Aber Geld ist nicht alles. So bietet EADS Astrium Auslandsaufenthalte und Sprachkurse an. Bernhard Künitz, Ausbildungsleiter des Raumfahrt-Unternehmens: „Wir stellen jährlich ein Dutzend junger Leute ein, denen wir ein wirklich interessantes Umfeld bieten.“

Die Qualität der M+E-Ausbildung lobt auch der Deutsche Gewerkschaftsbund. In seinem aktuellen Ausbildungsreport belegen die Berufe Industriemechaniker, Industriekaufmann und Mechatroniker die Plätze eins, drei und vier.

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