Was soll ich werden?

Der Kautschuk-Spezialist Mapa gibt Schülern eine ganz besondere Berufsorientierung

Zeven. Geduldig und kenntnisreich beantwortet Eric Hensel die Fragen. Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte aus der Region sind auf das Werkgelände gekommen, zur Mapa GmbH in Zeven (auf halber Strecke zwischen Hamburg und Bremen). Auf der Veranstaltung „Ausbildungs-Navi“, die der Kautschuk-Spezialist bereits zum dritten Mal ausrichtet, wollen sie wissen: Wie kann man hier ins Berufsleben starten?

Der Antwortgeber kann gut nachvollziehen, was die Gäste wissen wollen – und sehr konkret antworten. Er ist 19, Auszubildender bei Mapa im zweiten Jahr, angehender Industriekaufmann. Er selbst kam vor zwei Jahren über das Ausbildungs-Navi auf die Spur. „Es hat mich damals begeistert“, erzählt er. „Ich habe mich beworben. Und inzwischen gehöre ich selbst zu den Azubis, die hier die Berufe erklären.“

640 Beschäftigte produzieren bei Mapa Babyflaschen und -sauger sowie Kondome. Und so bunt wie die Produktpalette ist auch das Spektrum der Ausbildungsberufe: Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik, Industriemechaniker/-in für Maschinen- und Anlagenbau, Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Fachkraft für Lagerlogistik, Werkzeugmechaniker/-in und eben auch Industriekaufmann/-frau.

Zwölf Azubis stellt der Betrieb jährlich ein. Doch es wird immer schwieriger, qualifizierten Nachwuchs zu bekommen. Deshalb startete man 2011 – gemeinsam mit weiteren Firmen aus dem Ort Zeven – das Ausbildungs-Navi. Einen Abend lang gab es jetzt wieder Gelegenheit, sich zwischen 17 und 21 Uhr über Ausbildungsberufe zu informieren und zugleich erste Kontakte zu knüpfen.

Auf Augenhöhe mit den Schülern, nah dran an deren Wünschen

Die Betriebsrundgänge, Infostände, Marken-Rallyes, sogar die Cocktailbar – alles liegt in der Verantwortung der Azubis. „Die sind auf Augenhöhe mit den Schülern“, sagt Mapa-Personalleiter Heinrich Krange. „Und nah dran an deren Vorstellungen und Wünschen.“

Das kommt gut an. Und so folgen die Gäste den technischen Azubis gern durch die Produktion. An zahlreichen Stationen erfahren sie, wie aus verschiedenen Kunststoffgranulaten Babyschnuller und Trinkflaschen entstehen, wie der Deckel auf die Flasche und der Schnuller in die Verpackung kommt.

Am Ende der Tour geht’s in die Konstruktionsabteilung und in die Maschinenbau-Werkstatt. Hier erfährt man, dass Mapa bestimmte Produktionsmaschinen nach wie vor selbst entwickelt und baut. Und auch dafür qualifizierten Nachwuchs braucht.


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