Wirtschaft

Der Herr Bischof in der Fabrik


Blick durch die Trommel: Albert Steffen (Direktor Sales und Service Center) und Bo Rasmussen (Direktor Waschtechnik, von links) erklären dem Bischof ihre Produkte. Foto: Gossmann

Norbert Trelle zu Gast beim Wäschereisysteme-Hersteller Jensen

Harsum. „Der Gedanke des Reinigens hat auch eine theologische Dimension“, merkt der angereiste hochrangige Kirchenmann an, mit Bezug auf das Sakrament der Taufe. Norbert Trelle, der Bischof von Hildesheim, ist gekommen, um Einblicke in die Wirtschaft zu gewinnen: beim Wäschereisysteme-Hersteller Jensen Senking GmbH in Harsum (südlich von Hannover).

„Wichtig ist“, so erklärt Geschäftsführer Albert Steffen den Anspruch seiner Firma, „dass die Wäsche nach dem Waschvorgang möglichst keinen Qualitätsverlust hat.“ Das sei die Herausforderung für Maschinenbauer wie Jensen. „Ein hoher Weißheitsgrad muss sein – aber bitte ohne Schädigung“, formuliert es Steffen. „Wir verhindern, dass die Wäsche gestresst wird.“

Begegnungen zwischen Kirche und Wirtschaft

Der Bischof zeigt sich inter­essiert, fragt nach. „Das sind für mich spannende neue Erkenntnisse“, sagt er, „dass Wäschereitechnik so umfassend ist.“ Dabei denkt er auch an die eigenen Betriebe. „Ich könnte mir gut vorstellen, solche Technik auch in kirchlichen Einrichtungen einzusetzen.“

In einem Altenheim zum Beispiel, aber auch in einem Hotel, wird die Bettwäsche zigmal häufiger gewechselt als im Privathaushalt. In Harsum suchen Spezialisten nach Lösungen, damit Großwäschereien weltweit möglichst wirtschaftlich arbeiten können.

Die Technik hat es in sich. Vorn kommt die schmutzige Wäsche rein, hinten kommt sie gewaschen, getrocknet, gemangelt und exakt gefaltet wieder raus – sortiert nach Größe und Namen. Jeder Professor im OP-Saal kann sicher sein, dass er wirklich „seinen Kittel“ trägt.

Begegnungen zwischen Kirche und Wirtschaft gibt es übrigens schon lange. Unter dem Dach der evangelischen Kirche organisiert der „Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt“ das Gespräch zwischen den Sozialpartnern, Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

 

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