Zukunftsinvestition

Der Audiospezialist Sennheiser errichtet einen topmodernen Bürobau


Wedemark. Selbst entscheiden, wann man arbeitet. Kreative Schaffensphasen nutzen, auch zu ungewöhnlichen Tages- oder Nachtzeiten. Mal eine längere Auszeit nehmen, wenn sich beispielsweise Nachwuchs in der Familie einstellt. Für Professor Jörg Sennheiser, Aufsichtsratschef des Audiospezialisten Sennheiser electronic in Wedemark bei Hannover, wird die Arbeit in Zukunft vielfältiger, bunter und facettenreicher. Er sagt: „Wir müssen uns schon heute auf künftige Entwicklungen einstellen.“

Und das sind offensichtlich keine leeren Worte. Mitte Juli feierte das Unternehmen mit einem feierlichen ersten Spatenstich den Baubeginn des „Innovation Campus“. Andreas und Daniel Sennheiser, Firmenchefs in dritter Familiengeneration, starteten symbolisch den Bau eines multifunktionalen Gebäudekomplexes, der die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter positiv verändern und überdies Raum für Veranstaltungen bieten soll.

Zudem wurde der Grundstein für einen Neubau zur Kinderbetreuung gelegt, der im Sommer 2014 eröffnet werden soll. Insgesamt investiert Sennheiser rund 20 Millionen Euro in den Ausbau der Firmeninfrastruktur. Der 7.000 Quadratmeter große Innovation Campus bietet Platz für moderne Arbeitsformen. Insgesamt entstehen in dem Neubau Büroarbeitsplätze für rund 300 Mitarbeiter. Hier können neue Sennheiser-Produkte unter realen Bedingungen getestet und verbessert werden.

Der Campus beinhaltet sogar ein Theater mit 199 Sitzplätzen. Und ein ebenfalls vorgesehener „Flagship Store“ soll neueste Produkte zum Verkauf anbieten.

Mit der Strategie, in der Produkt- und Markenpolitik konsequent auf Premiumartikel zu setzen, sieht sich das Unternehmen derzeit auf Erfolgskurs. Im Bereich Kopfhörer sei man europaweit Marktführer, heißt es bei Sennheiser. Wachstumsstärkste Region war zuletzt freilich Asien. Hier legte der Umsatz allein im vergangenen Jahr um rund 30 Prozent zu, auf 95 Millionen Euro.

Wettbewerb um knappe Fachkräfte

Insgesamt erreichte das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Umsatz von 584,4 Millionen Euro und beschäftigte weltweit 2.329 Mitarbeiter. Rund die Hälfte davon, 1.226 Mitarbeiter, sind in Deutschland aktiv.

Man sei sich bewusst, dass man im Wettbewerb um die knapper werdenden Fachkräfte etwas bieten müsse, sagt Jörg Sennheiser: „Auch wir spüren die demografische Entwicklung.“ Die Entscheidung für die firmeneigene Kinderkrippe ist Ausdruck dieser Personalpolitik. Sie entsteht direkt auf dem Firmengelände und soll ab Herbst nächsten Jahres 30 Kinder im Alter von einem bis drei Jahren aufnehmen.

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang