Intelligente Produkte zur Steuerung von Maschinen

Den Stecker von Nolta kennt jeder Bauarbeiter

„Gib mir mal den Nolta-Stecker“: Bei diesem Satz weiß jeder auf dem Bau, was gemeint ist. Damit werden zum Beispiel Kräne bedient. Doch der Mittelständler Nolta in Cölbe hat noch viel mehr im Programm.

An der Linie: Birgit Damm (links) und Maria Anoschkin beim Befüllen von Niveaureglern. Foto: Scheffler

An der Linie: Birgit Damm (links) und Maria Anoschkin beim Befüllen von Niveaureglern. Foto: Scheffler

Im Zirkelkreis: Mitarbeiterinnen bei der Endmontage der Niveauregler. Foto: Scheffler

Im Zirkelkreis: Mitarbeiterinnen bei der Endmontage der Niveauregler. Foto: Scheffler

Vorzeige-Produkt: Jochen Knake mit Nolta-Stecker und Fernbedienung. Foto: Scheffler

Vorzeige-Produkt: Jochen Knake mit Nolta-Stecker und Fernbedienung. Foto: Scheffler

Cölbe. Bei Nolta in Cölbe geht es rund. In Linien stehen orangefarbene Kunststoffgehäuse in Reih und Glied und werden von den Produktionsmitarbeiterinnen Birgit Damm und Maria Anoschkin mit Gewichten befüllt.

Zuvor haben Kollegen die bunten Gehäuse verkabelt. Nur wenige Schritte weiter versehen andere an einem großen Arbeitstisch die Geräte mit hochwertigen Sensoren und kümmern sich um die Endmontage der Niveauregler inklusive Qualitätsprüfung.

Robuste Nolta-Stecker für die Baustelle

„Jeder hier weiß genau, was zu tun ist, denn wir tauschen häufig die Arbeitsplätze, damit keiner immer nur das Gleiche macht“, erzählt Birgit Damm.

Seit sechs Jahren arbeitet sie bei Nolta in der Produktion und beherrscht längst alle Fertigungsschritte. Das Unternehmen (50 Mitarbeiter in Deutschland, 70 weltweit) entwickelt und produziert Spezialschaltungen zur Absicherung und Steuerung, zum wartungsfreien Betrieb und zur Fernüberwachung von Maschinen und Pumpen. In diesem Bereich gilt das Unternehmen als Innovations- und Qualitätsführer. Neben der Zentrale in Cölbe gibt es Niederlassungen in den USA, Indien und China.

Bekannt wurde der 1959 gegründete Betrieb durch seine robusten Motorschutzstecker, die auf allen Baustellen zu finden sind, etwa zum Bedienen von Kränen. „Bei ‚Gib mir mal den Nolta-Stecker‘ weiß auf dem Bau jeder, was gemeint ist“, sagt Jochen Knake, der die Firma mit seinem Kollegen Felix Bonn, einem Enkel des Firmengründers, leitet. Durch die Erfindung eines patentierten telematischen Motorschutzsteckers ist Nolta auch führend in der Fernüberwachung und Fernwartung von Pumpen und Maschinen.

Um alle Produkte im Bereich der Pumpensteuerung und Pumpenkontrolle aus einer Hand anbieten zu können, wurde im Jahr 2008 Niva im badischen Albbruck übernommen, der Marktführer für Niveauregler.

Die bunten Bojen kommen zum Beispiel in Abwasserpumpstationen und Brunnen, aber auch in Chemieanlagen oder Raffinerien zum Einsatz. Steigt die Flüssigkeit in einem Schacht, richtet das Gewicht im Innern die Minibojen auf. Durch das Kippen reagiert ein Mikrosensor im Innern, sendet ein Funksignal an die Leitstelle, und Pumpen können anlaufen.

Viele neue Produkte in der Pipeline

„Rund um die Fernüberwachung und Steuerung haben wir viele neue Produkte in der Pipeline, die die Geräte noch intelligenter machen“, erläutert der Geschäftsführer. Sie sollen helfen, sehr viele Anlagen gleichzeitig, zur Not auch über Smartphones oder Tablets, zu überwachen und zu steuern.

Der Geschäftsführer: „Mit unseren Geräten muss kein Mensch mehr bei Wind und Wetter raus auf die Baustelle, nur um Pumpen zu kontrollieren oder einzustellen.“

Zur Person

Dr.-Ing. Jochen Knake:

  • Geschäftsführer von Nolta in Cölbe
  • Vertritt als Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) die Interessen der Wirtschaft beim Thema Infrastruktur

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