Ausgezeichnet!

Das sind die fünf Top-Chemie-Azubis 2013


Baden-Baden. Sven Kurz ist ein echtes Organisationstalent: Während der Ausbildung kümmerte sich der Industriemechaniker beim Medizinprodukthersteller Gambro in Hechingen um Lehrfahrten für andere Azubis. Er ist einer von fünf jungen Leuten, die von den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg für ihre hervorragenden Noten und ihr soziales Engagement als „Top Azubi Chemie 2013“ ausgezeichnet wurden.

Kanufahrten, Hochseilgarten und Betriebsbesichtigungen managte der 21-Jährige, der zum Vorsitzenden der Jugend- und Auszubildenden-Vertretung (JAV) gewählt wurde. Er startete zudem eine Umfrage, wie man die Lehrzeit weiter optimieren kann.

Auf der Suche nach Verbesserungen ist auch Anja Trapp, Lacklaborantin bei der Karl Wörwag Lack- und Farbenfabrik in Stuttgart. Sie ist ebenfalls Vorsitzende der JAV und engagiert sich in der Chemie-Gewerkschaft IG BCE auf Bundesebene. „Ich bin froh, dass ich Dinge verändern kann“, sagt die 20-Jährige. Neben der Ausbildung schaffte sie noch das Fachabitur.

Hilfsbereitschaft zeichnet Ann Madelaine Schäfer, Chemikantin bei Solvay Fluor in Bad Wimpfen, aus. Die 23-Jährige hat sich mit einer Sondergenehmigung schon während der Lehrzeit zur Betriebssanitäterin weitergebildet. „Das ist meine Art, etwas zurückzugeben“, sagt sie schlicht. Auch privat packt die junge Frau mit an: „Ich helfe oft bei der freiwilligen Feuerwehr, etwa bei Festen.“ Als Ausbildungsbotschafterin stellt sie außerdem in Schulen ihren Beruf vor.

Juniorfirma gegründet und in der Freizeit im Einsatz für die Katholische Landjugend

Dass es beim Pharma-Unternehmen Boehringer Ingelheim in Biberach eine Juniorfima gibt, ist Isabel Bauhofers Verdienst. Die 19-Jährige gründete das kleine Unternehmen während ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation. Sie rief auch einen Auslandsaufenthalt für Bürokaufleute ins Leben, betreute Schülerpraktika und organisierte die Teilnahme am Marathon in Ulm. Privat engagiert sich Bauhofer im Fußballverein und der Katholischen Landjugend. „Klar, das ist viel Arbeit“, sagt sie, „aber am Schluss klappt alles.“

Stefan Asal hat im Urlaub erfahren, dass er zu den Top-Azubis gehört: „Eine tolle Überraschung“, sagt der 19-jährige Industriemechaniker. Während seiner Ausbildung bei Evonik in Rheinfelden übernahm er die Sicherheitsunterweisungen in der Lehrwerkstatt. Dabei profitierte er von seiner Erfahrung bei der freiwilligen Feuerwehr Dossenbach, wo er als Jugendsprecher und Betreuer aktiv ist.

Für seinen Beruf wirbt er an Schulen, auch auf einem Lehrerkongress der Chemieverbände stellte er ihn vor: „Ein komisches Gefühl, Lehrern etwas zu erklären“, gesteht er.

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